Non Dubito · 108
Große Lebenswege
108 Leben und ein unvollendetes Reich der Zwecke
Dies ist weder eine Ruhmeshalle noch eine Rangliste abschließender Urteile. Hundertacht Leben bilden einen gemeinsamen Weg: zu sich selbst werden, eine Welt errichten, an deren Grenzen stoßen und einem anderen Menschen Raum lassen. „Groß“ bezeichnet hier den Maßstab, nicht moralische Unschuld.
108 Texte sind verfügbar, davon 108 als überarbeitete Vollfassung. Die übrigen Kurzfassungen werden schrittweise vervollständigt.
Zu sich selbst werden
Von Laozi bis Jesus: eine eigene Richtung finden, wenn überlieferte Antworten nicht mehr genügen, ohne sie allen anderen aufzuzwingen.
Eine Welt errichten
Theoreme, Reiche, Wissenschaften, Musik und Dichtung: Gebaute Welten überleben ihre Urheber und zeigen Risse, die diese nicht sehen konnten.
Wenn die Welt den Menschen zurückformt
Unbewusstes, Institutionen, Macht, Glaube und Sprache dringen in den Menschen ein. Manche werden verschlungen; andere bewahren einen unersetzbaren Ort.
Die Linien der Wahrheit ziehen
Von der Stimme als Schrift über Form, Ursache, Wille, Berechnung und Sein: Jede Grenze klärt die Welt und lässt zugleich etwas draußen.
Arbeit, die ein Leben überdauert
Hände, Licht, Feuer, Träume, Farbe und Institutionen: nicht nur, was jemand schuf, sondern was das Werk nach seinem Urheber weiter tut.
Wie wir wissen
Von „Nur Aussprechbares ist Wissen“ zu „Unaussprechliches ist der Boden des Wissens“: Erkennen wird zum wieder geöffneten Kreislauf statt zum Urteil.
Der Andere und der leere Platz
Zwölf Sprachen des Raumlassens führen zum leeren Platz auf der Brücke. Er erscheint, wenn jemand sich und den Anderen als Zwecke behandelt.