Non DubitoEssays in the Self-as-an-End Tradition
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080 / 108 · Wie wir wissen

Popper: Die Richtung umkehren

Welches Risiko des Scheiterns trägt eine Theorie? Vom schwarzen Schwan bis zum Warten auf der Brücke: Eine Aussage zu prüfen und einem Menschen zuzuhören sind verschiedene Aufgaben.

I. Der Feuerhaken

25. Oktober 1946. King’s College, Cambridge. Der Moral Sciences Club.

Popper ist zum Vortrag eingeladen. Wittgenstein ist da, Russell auch. Der Raum wird einer der berühmtesten der Philosophie des zwanzigsten Jahrhunderts.

Gibt es wirkliche philosophische Probleme, oder lösen sie sich bei der Klärung der Sprache auf? Darüber streiten sie. In den Erinnerungen erscheint ein Feuerhaken. Wann wurde er gehoben, wann abgelegt? Welche Bemerkung fiel vor wessen Weggang? Die Zeugen hinterließen keinen durchgehend übereinstimmenden Ablauf.

Wir müssen dem Abend keinen endgültigen Sieger geben.

Doch der Haken erinnert an eine Kraft in Poppers Texten. Er streitet mit dem Wiener Kreis, Kuhn, Feyerabend. Kaum glaubt man eine Antwort gesichert, berührt er ihre unsicherste Stelle.

Warum so kämpferisch?

Weil er eine Frage wiederholt: Deine Theorie erklärt die Erfahrungswelt, sagst du. Welches Ergebnis ließe dich eingestehen, sie könnte falsch sein?

Wird jedes mögliche Geschehen zum Sieg, wie soll die Welt dann noch antworten?

Das klingt selbstverständlich. Richte die Frage auf eine eigene Überzeugung, und ihre Schwierigkeit zeigt sich.

II. Wien: Dem Kreis nahe, nicht Mitglied

Popper wurde 1902 in Wien geboren. Später stand er mit Mitgliedern des Wiener Kreises im Austausch, darunter Herbert Feigl und Rudolf Carnap, ohne selbst Mitglied zu werden. Er kritisierte keine Welt, mit der er nie in Berührung gekommen war. Er teilte mit ihr Fragen und widersprach einigen Antworten.

Auch dieser Kreis lässt sich nicht auf einen einzigen Satz reduzieren. Die Behauptung, alle Mitglieder hätten stets nur endgültig empirisch verifizierbaren Sätzen einen Sinn zugestanden, würde bereits Logik und Mathematik falsch einordnen. Zudem unterschlüge sie interne Veränderungen. Carnap unterschied 1936 in Testability and Meaning ausdrücklich zwischen endgültiger Verifikation und unterschiedlichen Graden der Bestätigung.

Alle Schwäne sind weiß.

Tausend weiße Schwäne sind nicht sämtliche Schwäne an allen Orten und zu allen Zeiten. Noch einmal tausend können das Wort „alle“ nicht allein durch ihre Anzahl abschließen. Ein zuverlässiges Gegenbeispiel hingegen widerspricht logisch dieser allgemeinen Behauptung.

Ein schwarzer Schwan schwimmt ins Bild.

In ein Versuchsprotokoll gelangt er weniger mühelos als in ein logisches Beispiel. Ist es wirklich ein Schwan? Stimmt die Farbbestimmung? Ist die Aufnahme fehlerhaft? Kann jemand anderes die Beobachtung überprüfen? Poppers Methodologie verlangt nicht, bei einem auffälligen Foto sogleich die Theorie zu verbrennen. Er unterscheidet Falsifizierbarkeit von tatsächlicher Falsifikation und erörtert Basissätze, reproduzierbare Effekte und die Bedingungen einer Prüfung.

Eine logische Asymmetrie schenkt dem Beobachter keine unfehlbaren Augen.

Hinzu kommt etwas Drittes. Eine Theorie, die noch nicht widerlegt wurde, ist möglicherweise nie ernsthaft geprüft worden. Vielleicht hat es niemand versucht. Wer nie gegen eine Wand gestoßen ist, hat damit noch keinen gangbaren Weg nachgewiesen.

Falsifizierbar. Falsifiziert. Bisher nicht falsifiziert. Drei verschiedene Beschreibungen.

Die Logik der Forschung erschien im Herbst 1934 mit der Jahreszahl 1935 auf dem Titelblatt. 1959 folgte die englische Ausgabe The Logic of Scientific Discovery. Die Fragen erreichten einen größeren Leserkreis.

III. Zuerst die Vermutung

Man stelle sich Beobachtung als einen Eimer vor. Man gießt immer mehr Tatsachen hinein, bis schließlich ein Gesetz an die Oberfläche steigt.

Popper widerspricht diesem Bild. Was untersucht, was gemessen und was als überraschend angesehen wird, setzt bereits Probleme und Erwartungen voraus. Selbst ein Aleph, ein literarischer Punkt, von dem aus alles zugleich sichtbar scheint, entscheidet noch nicht, wonach zu fragen ist.

Auch Comte wusste, dass Theorie und Beobachtung einander brauchen. Popper lenkt den Blick auf einen anderen Schritt in dieser Beziehung: nicht nur weitere Bestätigung suchen, sondern eine Situation entwerfen, in der die eigene Antwort scheitern könnte.

Eine Vermutung kann dieser Prüfung vorausgehen, ohne deshalb Erkenntnis a priori im kantischen Sinn zu sein. Frühere Experimente, erlernte Mathematik oder ein lange ungelöstes Problem können in ihr stecken. Zeitliche Priorität ist keine Begründungsunabhängigkeit von Erfahrung.

Der Fragende nimmt das Steuer in die Hand. Die Straße gehorcht ihm deshalb nicht.

Er schlägt eine Antwort vor. Die Welt könnte sich anders verhalten. Eine Prüfung muss dieser Abweichung die Gelegenheit geben, sichtbar zu werden.

Kühnheit heißt nicht, nach Belieben falsche Sätze zu produzieren. Eine Theorie übernimmt konkrete Risiken, indem sie bestimmte Möglichkeiten ausschließt. Das macht eine wissentlich falsche Theorie nicht vorzugswürdig. Ebenso wenig macht es eine bislang unbeschädigte Theorie gehaltlos. Wer schwierigen Widerlegungsversuchen standgehalten hat, steht nicht auf derselben Stufe wie eine Behauptung, die der Erfahrung noch nie begegnet ist.

Im Rückblick auf die Sonnenfinsternis von 1919 beeindruckt Popper das Risiko von Einsteins Theorie. Es geht nicht nur darum, ob Licht abgelenkt wird, sondern um den Vergleich des gemessenen Ausmaßes mit der Vorhersage. Verlässliche Beobachtungen könnten ihr widersprechen. Die Theorie wartet nicht einfach auf den Beifall der Welt.

Er stellte dem bestimmte Erklärungen bei Freud und Adler sowie manche marxistischen Umdeutungen von Vorhersagen gegenüber. In seiner Kritik besteht die Gefahr darin, nachträglich jedes Ergebnis aufzunehmen, bis die Theorie nichts mehr riskiert. Das sind seine ausgewählten Gegenstände und Urteile, nicht das Urteil dieses Essays über sämtliche Psychologie, klinische Praxis oder marxistische Texte.

Auch eine Hilfshypothese ist nicht schon deshalb schuldig, weil sie zusätzlich eingeführt wird. Ein defektes Instrument auszutauschen oder eine unabhängig prüfbare Annahme zu korrigieren ist etwas anderes, als einen Schutzschild allein gegen ein unerwünschtes Ergebnis zu errichten. Popper selbst behandelt solche Unterschiede.

Dass die Welt antworten kann, zählt. Wie wir beurteilen, was wir gehört haben, zählt ebenfalls.

„Was auch geschieht, ich habe recht.“

Die Welt ist noch da. Ihre Gelegenheit zu antworten ist verschwunden.

IV. Die Linie, die er zog

Auf dieser Seite: empirische Wissenschaft. Auf der anderen: andere Arbeiten.

Das Wort „andere“ müssen wir festhalten.

Poppers Abgrenzungskriterium ist kein Sinnkriterium. Eine metaphysische Idee kann Probleme aufwerfen und Forschung anregen, ohne bereits eine empirisch prüfbare Theorie zu sein. Ethische Urteile können Gründe verlangen, ohne sich als Messresultate auszugeben. Kritik heißt nicht zwangsläufig, sie ins Labor zu bringen; sie nicht ins Labor zu bringen heißt nicht, auf Kritik zu verzichten.

Auch seine spätere „Welt 3“ ist kein Verzeichnis allein experimenteller Aussagen. Sie enthält Geschichten, Musik, Kunstwerke, mathematische Probleme und wissenschaftliche Theorien. Menschen schaffen diese Inhalte, doch daraus können Folgen und Probleme entstehen, die ihre Schöpfer nicht vorhergesehen haben. Das ist kein ewiges Lager, dessen Bestand schon vor dem Auftreten der Menschheit registriert war.

Qu Yuan würde folglich nicht automatisch an Poppers Tür abgewiesen, weil er ein Gedicht mitbringt. Dichtung hat in seinem Denken bereits einen Platz. Man kann fragen, wie dieser Platz verstanden wird. Man darf ihn nicht erst tilgen, um anschließend seine Abwesenheit zu beanstanden.

Er revidierte auch eigene Urteile. In Natural Selection and the Emergence of Mind von 1978 änderte er seine frühere Einschätzung der Prüfbarkeit und des logischen Status der natürlichen Selektion. Revision verlangte er nicht nur von anderen.

Eine andere Verwendung der Linie verdient Aufmerksamkeit.

Wenn jemand aus „Das ist keine empirische Wissenschaft“ macht: „Also braucht niemand zuzuhören“, wird die Linie zur Mauer. Einer Arbeit Grenzen zu geben und außerhalb davon jede sinnvolle Arbeit zu bestreiten, sind zwei sehr verschiedene Schritte.

Im vorigen Essay war von Zement die Rede. Hier darf weiterhin Epoxidharz vorkommen: Auch eine dünne, präzise aufgetragene Schicht kann einen Ausgang verschließen.

Das Harz ist aber nicht die Falsifizierbarkeit selbst.

Es ist der Augenblick, in dem die Zulassungsbedingungen einer Arbeit benutzt werden, um andere Arbeiten aufzuheben.

V. Seine eigenen Lücken

Eine Vermutung steht bereits auf dem Papier. Jetzt lässt sich nach ihrer Prüfung fragen.

Was war, bevor sie auf dem Papier stand?

Die Logik der Forschung unterscheidet das Entstehen eines Gedankens von seiner Prüfung, sobald er vorliegt. Vor allem der zweiten Frage gilt das Buch. Den Gegenstand einzugrenzen erklärt den ersten nicht für wertlos. Aber genau dorthin führt diese Reihe weiter.

Ein anderes Buch lässt sich trotzdem aufschlagen. Wie bemerkt ein Forscher, worüber andere hinwegsehen? Wie lernt man, eine noch nicht vorhandene Frage zu stellen? Welche Ausbildung, Zusammenarbeit und Erfahrung lässt einen zuvor unsichtbaren Weg hervortreten?

Einsteins Erinnerung an das jugendliche Gedankenexperiment, einem Lichtstrahl nachzujagen, gehört unmittelbar zur Problemgeschichte der speziellen Relativitätstheorie. Sie ist keine einzelne Geburtsurkunde für die gesamte allgemeine Relativitätstheorie. Auch ein Gedankenexperiment arbeitet in Spannungen der bekannten Physik. Ein aufblitzender Einfall beseitigt nicht das Lernen, das ihn erst verständlich macht.

McClintocks Nobelvortrag handelt vom Pflanzen, Bestäuben, von Chromosomen und unerwarteten Ergebnissen. Hinter den Arbeiten von 1944 lagen bereits Jahre der Erfahrung. Kellers Biografie von 1983 hieß A Feeling for the Organism. In diesem Gespür steckt Zeit auf dem Feld und im Labor.

Ein geübtes Gefühl kann mitten in langjähriger Beobachtung entstehen.

Die Herkunft einer Vermutung ersetzt ihre Rechtfertigung nicht. Deshalb wird sie aber nicht belanglos.

Kuhn lenkte den Blick auf das Problemlösen innerhalb gemeinsamer Rahmen. Popper leugnete diese Tätigkeit in seiner Antwort nicht. Er erkannte die Wirklichkeit der „Normalwissenschaft“ an und stritt über ihre normative Rolle. Die Differenz verliert ihren Sinn, wenn man daraus macht: Der eine verlangt bei jedem Gegenbeispiel den sofortigen Einsturz, der andere lässt Anomalien bis zu einer festen Marke anwachsen, worauf automatisch ein Paradigmenwechsel folgt.

Feyerabend stellte anhand der Wissenschaftsgeschichte vermeintlich ausnahmslose Regeln infrage. „Anything goes“ war eine Provokation, nicht die Behauptung, jede Aussage sei gleichermaßen wahr. Kann eine Regel einer Entdeckung Raum geben, die sie nicht vorgesehen hat?

Diese Fragen machen Prüfungen nicht überflüssig. Sie lassen die Menschen vor, während und nach der Prüfung wieder sichtbar werden.

Das ist hier die Fuge: kein Gegenbeispiel, mit dem wir Popper für besiegt erklären. Er beleuchtet einen Wegabschnitt. Am Rand des Lichts wird der nächste sichtbar.

VI. Er und Comte

Comte wollte dem Wissen eine reife Gestalt geben. Popper verlangt von einer fertigen Theorie, die Tür zum möglichen Scheitern offen zu halten.

Der eine fragt nach reifem Wissen. Der andere: Wie verträgt dein Wissen es, korrigiert zu werden?

Die Richtung kehrt sich um. Nicht von völliger Passivität zu völliger Initiative, sondern vom Sammeln der Bestätigungen zum bewussten Risiko einer Widerlegung.

Dieser große Schritt soll bleiben.

Doch die Prüfung einer Theorie wird nicht von selbst zur ganzen Geschichte menschlichen Erkennens. Ausbildung, Aufmerksamkeit, Intuition und die Frage, warum etwas überhaupt wissenswert ist, verlangen weiterhin Erklärung.

Popper verbannt sie nicht einfach. Er behandelt auch die offene Gesellschaft: Institutionen, die Kritik zulassen, Regierende, die man ohne vorheriges Blutvergießen ersetzen kann. Türen öffnen sich nicht nur in Aufsätzen, sondern im gemeinsamen Leben.

Wir machen aus ihm also keinen zweiten Comte. Wir fragen: Wenn wir etwas jenseits einer Grenze anerkennen, können wir hinübergehen und sehen, wie es bereits diesseits mitarbeitet?

Vielleicht bekommt Intuition nicht erst nach der Prüfung einen Besucherausweis. Schon beim Lernen des Prüfens helfen noch unausgesprochene Urteile: Wohin schauen? Was wählen? Welche Frage nicht aufgeben?

Menschen beginnen nicht erst zu erkennen, nachdem sie jedes Urteil erläutert haben.

Ein Mensch ist auch keine auszusondernde Hypothese. Mit dem Scheitern eines Satzes erlischt nicht der Anspruch seines Urhebers, als Person zu gelten. Strenge gegen Theorien und die Verweigerung eines Platzes für Menschen sind verschiedene Dinge.

VII. Sein Platz in diesem Satz

Comte, Popper, dann weiter.

Zuerst die Schwelle zum Wissen. Dann die Frage, wie eine Theorie Widerlegung zulässt. Dann: Welche Erkenntnistätigkeiten bringen das aussprechbare, prüfbare Wissen überhaupt hierher?

Drei Leseschritte, keine Geschichte von Männern, die einander ablösen. Der letzte besitzt nicht mehr Anrecht auf Menschsein. Unsere Frage verändert sich beim Lesen.

Als Nächster bringt Dirac eine Gleichung. Sie lässt sich prüfen. Warum folgt er ihrer Struktur schon vor den neuen Belegen? Welchen Anteil hat Schönheit an diesem Schritt?

Qu Yuan bringt ein Gedicht. Poppers Denken kennt einen Platz für Poesie. Ihr einen Platz zu geben ist aber noch nicht dasselbe, wie zu hören, dass ein Mensch durch ein Gedicht seine eigene Lage erkennt.

Fichte bringt den Erkennenden in die Frage. McClintocks geübter Blick bleibt dort stehen, wo andere vorbeisehen. Sie brauchen keinen gemeinsamen Gegner, um lesenswert zu sein.

Bei Polanyi kommt der Faden zurück: Was wir sagen können, trägt oft ein Urteil oder Können, das keine Liste vollständig erfasst. Das Unausgesprochene ist nicht bloß Ausschuss.

Festlegen, was als Wissen zählt; es Widerlegung aussetzen; nach dem Boden unter seinen Füßen fragen.

Nach jedem Schritt bleibt der vorige bestehen. Ein Fundament ersetzt keine Prüfung. Eine Prüfung ersetzt nicht das ganze Erkenntnisleben eines Menschen.

Popper öffnet eine wichtige Tür. Wir können hindurchgehen, ohne sie herauszureißen.

VIII. Am Brückenkopf

Auch Popper kommt auf die erfundene Brücke.

Er stürmt. Kein Schürhaken in der Hand; er selbst wirkt wie einer: hart, heiß, bereit, die vermeintlich feste Stelle zu berühren.

Sofort sieht er Comte mit dem ausgebreiteten Kalender. Ein Blick aufs Papier.

„Wenn später noch ein Freud kommt, ordnest du den Kalender dann neu?“

Comte antwortet nicht. Die Hand hält den Blattrand.

Popper dreht sich um: „Erst die Vermutung, dann die Prüfung. Bringt nicht nur mit, was euch recht gibt. Gebt der Welt die Gelegenheit, Nein zu sagen.“

Jemand lacht, vielleicht Hume. Kant steht fern und erklärt die Auseinandersetzung nicht für beendet.

Popper stellt sich neben Comte, in eine andere Richtung gewandt. Einer ordnet die vorhandenen Kästchen. Der andere schaut, wer aus der nächsten Seite kommen könnte.

Die Nacht wird still. Popper wartet. Nicht weil er erst schlafen könnte, wenn ihn jemand widerlegt hat. Er will den nicht aussperren, der einen Fehler zeigen könnte.

Ein Laut kommt von fern. Noch keine fertige Behauptung. Eher ein Gedicht, die Arbeit an einer Gleichung, ein Gefühl für den Organismus, das seine Worte noch sucht.

Popper hört zu und runzelt die Stirn.

Die Stimmen kommen aus den Fugen. Nicht alle beantragen den Namen Wissenschaft. Nicht alle wollen außerhalb der Linie bleiben. Er weiß: Dort ist etwas.

Seine nächste Frage hat er noch nicht gestellt.

Erst diesen Menschen ausreden lassen.

Lesehinweise und Quellen

Spätere Berichte über den Schürhaken streiten über die Reihenfolge von Worten und Gesten; ein Sieger wird hier nicht bestimmt. Die Logik der Forschung erschien im Herbst 1934 mit 1935 auf dem Titelblatt, auf Englisch 1959. Die Sonnenfinsternis von 1919 erscheint als Poppers spätere Erinnerung, nicht als eigener Beobachtungsbericht.

Falsifizierbarkeit grenzt empirische Wissenschaft ab, nicht sinnvolle Rede. Prüfungen betreffen Basissätze, Instrumente und Hilfsannahmen. Welt 3 enthält Kunst und Geschichten; 1978 revidierte Popper sein Urteil über die Prüfbarkeit natürlicher Selektion. Auch Comte sah die wechselseitige Abhängigkeit von Theorie und Beobachtung. Harz bezeichnet die Überdehnung eines Kriteriums.

Die Begegnung und Gespräche in Abschnitt VIII sind erfunden. Zeitlich vor einem Test zu liegen begründet kein kantisches Apriori. Ein bestimmter Einfluss Zhuangzis auf Yukawas Teilchentheorie wird hier nicht belegt. Die Begegnungen sind Deutungen des Autors; ein Mensch ist kein auszusondernder Irrtum.

Klagge, “The Wittgenstein Lectures, Revisited” (2019), pp. 22–23 · Watkins, “Karl Raimund Popper 1902–1994” (1997) · Carnap, “Testability and Meaning” (1936), §§1–3 · The Logic of Scientific Discovery, §§19–22 · The Logic of Scientific Discovery, §2 · “Science: Conjectures and Refutations”, I–IV · Popper, Three Worlds (1978), pp. 143–145, 153–155 · Popper, “Natural Selection and the Emergence of Mind” (1978), §2 · Norton, “Chasing a Beam of Light” · McClintock, Nobel lecture (1983), I–III · MIT, Evelyn Fox Keller (2023) · Yukawa, Tabibito (The Traveler), English edition (1982): catalogue · Kuhn, “Logic of Discovery or Psychology of Research?” (1970): opening · Popper, “Normal Science and its Dangers” (1970), pp. 52–55 · Feyerabend, Against Method (1975): excerpt · Kierstead, “Karl Popper’s The Open Society and its Enemies, and its Enemies” (2019), p. 19 · Original essay / 原稿 · SAE: original methodology pointer · Polanyi, The Tacit Dimension, “Tacit Knowing”, pp. 4–13: excerpt · The Tacit Dimension: publisher

Eigenständige deutsche Neufassung. Quellen, Zitate und ausführliche Anmerkungen in der chinesisch-englischen Originalausgabe。