107 / 108 · Der Andere und der leere Platz
Nobel: Der Andere in der Zukunft
Sprengstoffe, Unternehmen, Einsamkeit und vier Seiten: Was lässt sich Menschen übergeben, denen wir nie begegnen werden, ohne die Vergangenheit auszulöschen?
I. Die eigene Todesanzeige
April 1888. Ludvig Nobel stirbt im französischen Cannes. Sein Bruder Alfred ist vierundfünfzig Jahre alt.
Der Name Nobel steht bereits für große Unternehmen. Der Vater Immanuel war Erfinder und Ingenieur. Robert und Ludvig haben das Ölgeschäft in Baku aufgebaut; Alfred betreibt ein Netz von Sprengstoffunternehmen. Wer die Brüder verwechselt, setzt den Schlusspunkt unter das falsche Leben.
An diesen Todesfall hat sich eine berühmte Geschichte geheftet. Eine französische Zeitung habe irrtümlich Alfreds Tod gemeldet und ihn als Händler des Todes bezeichnet: einen Mann, der reich geworden sei, indem er das Töten schneller und wirksamer machte. Er habe den Nachruf gelesen, sei über sein künftiges Andenken erschrocken und habe beschlossen, ein anderes Vermächtnis zu hinterlassen.
Die einzelnen Teile sind nicht gleich gut belegt. Eine falsche Todesmeldung und diese vollständige Bekehrungsgeschichte sind zweierlei. Für die berühmte Überschrift und für die unmittelbare Verbindung zwischen ihrer Lektüre und dem späteren Testament fehlt eine gesicherte Grundlage. Die oft erzählte Szene ist kein Protokoll jenes Morgens.
Dass sie immer wieder erzählt wird, lässt sich dennoch verstehen.
Stellen wir uns einen Mann vor, der seine Zeitung aufschlägt. Sein Herz schlägt. Seine Augen können lesen, seine Finger halten das Blatt. Nur auf dem Papier ist er schon fertig.
Es gab Arbeitstage, Fehlschläge, Freundschaften. Es gab Gesten, auf die er stolz ist, und andere, an die er ungern denkt. Nun wird alles in einen Satz gepresst. Händler des Todes. Soll das für diejenigen, die mir nie begegnet sind, mein ganzes Leben gewesen sein?
Die meisten Menschen bekommen diesen Text nicht zu lesen. Wir können überlegen, was wir hinterlassen. Aber wie spätere Menschen unsere Absichten, Taten und Folgen zueinander ins Verhältnis setzen, schreiben wir nicht selbst vor. Ein Teil der Folgen liegt noch vor uns. Ein Teil unserer Absichten wird ihnen unbekannt bleiben.
Bei Nobel ist die Frage auch ohne die Anekdote vorhanden. Seine Technik hilft beim Tunnelbau, beim Eisenbahnbau, in Bergwerken und Steinbrüchen. Seine Arbeit reicht zugleich in die Rüstung hinein. Häuser, Patente, Fabriken, Geschäfte in vielen Ländern, ein großes Vermögen: Das alles passt weder in eine reine Fortschrittsgeschichte noch in einen einzigen Anklagesatz.
Der zivile Nutzen löscht die militärischen Verwendungen nicht aus. Die militärischen Verwendungen erzählen nicht das gesamte Leben. Ein Erfinder bestimmt nicht allein, was seine Erfindung in der Welt bewirken wird.
In unserer vorgestellten Szene legt der Mann die Zeitung weg. Er lebt noch. Es bleibt Zeit.
Was tatsächlich vorliegt, ist das Testament. 1895 bestimmt Nobel den größten Teil seines Vermögens für wissenschaftliche, literarische und friedensfördernde Arbeit. Am 10. Dezember des folgenden Jahres stirbt er im italienischen Sanremo.
Wir müssen das Geheimnis eines plötzlichen Sinneswandels nicht kennen, um den Vorgang zu betrachten. Ein Mensch hat für eine Zeit vorgesorgt, in der er nicht mehr anwesend sein wird. Was genau hat er dieser Zeit übergeben?
II. Eine beherrschbare Kraft
Nobel wird 1833 in Stockholm geboren. Die Geschäfte seines Vaters geraten in Schwierigkeiten. 1837 verlässt Immanuel Schweden und sucht zunächst in Finnland, dann in Russland einen neuen Anfang. 1842 kommt die Familie in Sankt Petersburg wieder zusammen. Der Vater arbeitet an Maschinen und Seeminen. Technik und militärische Bedürfnisse begegnen sich in diesem Haushalt früh.
Alfred lernt Sprachen, liest Literatur und beschäftigt sich mit Chemie. Als junger Mann setzt er seine Ausbildung im Ausland fort. In Paris lernt er das Forschungsumfeld des Chemikers Théophile-Jules Pelouze kennen. Dort begegnet ihm eine neue Substanz: Nitroglycerin.
Der italienische Chemiker Ascanio Sobrero hat sie 1847 vorgestellt. Sie besitzt eine weit größere Sprengkraft als Schwarzpulver. Doch Erschütterungen und andere Einwirkungen können ungewollte Explosionen auslösen. Herstellung, Transport und Handhabung sind gefährlich. Eine starke Kraft ist noch keine brauchbare Kraft.
Nobel will die Entfernung zwischen beidem überwinden. Die Explosion soll zum gewünschten Zeitpunkt eintreten, nicht auf dem Weg dorthin. Anfang der 1860er Jahre intensiviert er seine Versuche und verbessert die Zündvorrichtungen. Wie eine Explosion ausgelöst wird, ist ebenso wichtig wie ihre Stärke.
Im September 1864 ereignet sich in Heleneborg in Stockholm eine Explosion. Alfreds Bruder Emil und vier weitere Menschen sterben. Emil ist zwanzig.
Keine entfernte Unfallzahl. Der Bruder kommt nicht zurück. Auch die anderen Toten hatten ein Leben jenseits der Werkstatt und Menschen, die auf sie warteten.
Alfred überlebt. Er arbeitet weiter.
Mut allein beschreibt diese Entscheidung nicht. Er will ein Sicherheitsproblem lösen und zugleich ein Unternehmen fortführen. Weiterzumachen setzt erneut Menschen Gefahren aus. Aufzuhören würde die Substanz, die Nachfrage und die Versuche anderer nicht aus der Welt schaffen. Wissenschaftliche Hoffnung, geschäftlicher Druck und Risiken, die andere tragen, sind miteinander verknüpft.
1867 lässt er ein Produkt patentieren, bei dem Nitroglycerin von poröser Kieselgur aufgenommen wird. Das Gemisch ist leichter zu handhaben als die Flüssigkeit allein. Zusammen mit einer geeigneten Zündung wird es zu einem industriell nutzbaren Sprengstoff. Gefahren werden verringert, nicht abgeschafft.
Er nennt ihn Dynamit, nach einem griechischen Wort für Kraft.
Ein Berg wird auf andere Weise durchquerbar. Bergwerke, Steinbrüche, Eisenbahnen und Kanalbauten bekommen ein neues Werkzeug. Der Gotthard-Eisenbahntunnel ist eines der großen Anwendungsbeispiele. Später wird auch beim Panamakanal Dynamit eingesetzt. Eisenbahnen gab es vorher; kein Großprojekt verdankt sich nur einer Erfindung. Doch Kosten, Tempo und Größenordnungen vieler Arbeiten verändern sich.
Fels entfernen. Orte verbinden. Umwege verkürzen. Es gibt Explosionen, die Möglichkeiten des Lebens öffnen.
Dieselbe Industrie kann sich mit Kriegsvorbereitungen verbinden.
Artillerie und Festungsbau haben eine längere, kompliziertere Geschichte. Mauern wurden nicht erst durch Dynamit verwundbar. TNT ist kein einfacher Abkömmling seiner Erfindung. Nobels militärische Verbindungen reichen außerdem zum rauchschwachen Treibmittel Ballistit und zu Rüstungsunternehmen. Man muss ihm nicht jede moderne Waffe zuschreiben, um seine Beteiligung zu erkennen.
Er entscheidet nicht über jeden Gebrauch jedes Produkts. Dennoch stehen Herstellen, Verkaufen und Verdienen nicht außerhalb der Welt, in der es verwendet wird. Bergwerksgesellschaften kaufen. Eisenbahngesellschaften kaufen. Militärische Nachfrage tritt ebenfalls in seine Geschäfte ein.
Im Austausch mit Bertha von Suttner äußert Nobel eine paradoxe Hoffnung: Schreckliche Waffen könnten die Staaten davon abhalten, Krieg zu führen. Wenn zwei Streitkräfte einander rasch vernichten könnten, würden die Menschen vielleicht vor dem Krieg zurückweichen.
So lassen sich Friedenswunsch und Waffenproduktion in einem Gedankengang zusammenbringen. Aber eine stimmige Rechtfertigung garantiert keine entsprechenden Folgen.
Die beiden Weltkriege werden zeigen, dass wachsende Vernichtungskraft Kriege nicht automatisch beendet hat. Über die Wirkungen nuklearer Abschreckung wird gestritten. Der Schrecken allein hat jedenfalls den Frieden nicht vollendet.
Eines Tages wird diese Waffe den Krieg verhindern. Wer trägt das Risiko bis zu diesem Tag?
Die gute Absicht des Erfinders kann nicht anstelle dieser Menschen antworten.
III. Geschäfte, Häuser, Einsamkeit
Nobel ist nicht nur ein Mann des Labors. Er kann Geschäfte über Grenzen hinweg organisieren.
Er meldet Patente an, verhandelt, findet Kapital und gründet Gesellschaften. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und weiteren Ländern entsteht ein Netz aus Fabriken, Beteiligungen und Lizenzen. Andere Länder bedeuten andere Gesetze und Partner. Er verkauft nicht bloß eine Erfindung. Er schafft Wege, auf denen sie fortwährend in die Welt gelangt.
Hinzu kommt das Öl. Robert und Ludvig entwickeln ihre Tätigkeit in Baku; Alfred investiert in das spätere Unternehmen Branobel. Öl muss nicht nur gefördert, sondern raffiniert, gelagert und transportiert werden. Tankschiffe, Rohrleitungen und industrielle Organisation gehören zur Familiengeschichte. Die Beteiligung trägt zu Alfreds Vermögen bei.
1894 erwirbt er Bofors in Schweden. Das Unternehmen arbeitet bereits mit Stahl und Waffen. Nobel setzt dort seine Versuche und seine industrielle Tätigkeit fort. Das Vermögen des Wissenschaftlers, das des Unternehmers und das Vermögen aus Verbindungen zur Rüstung lassen sich bei ihm nicht sauber trennen.
Für den Preisfonds stehen später rund 31 Millionen schwedische Kronen zur Verfügung. Statt eine scheinbar genaue Umrechnung in heutige Dollar zu nennen, lässt sich festhalten, was dieses Geld ermöglichte: den Anfang einer Einrichtung, die mehr als ein Jahrhundert überdauert hat.
Wie lebt der Mann, dem es gehört?
Paris, Sanremo, Björkborn in Schweden. Häuser, Bücher, Laborräume, Briefe, die auf Antworten warten. Er liest Wissenschaft, aber auch Shelley und Byron. Er schreibt Gedichte und ein Drama. Der Literaturpreis ist nicht der zufällige Einfall eines Menschen, der kaum Literatur kennt.
Ein ausgefülltes Leben kann einsam sein.
Nobel heiratet nie und hat keine Kinder. Das bedeutet nicht, dass er ohne Beziehungen lebt. 1876 arbeitet Bertha Kinsky kurz als Sekretärin und Haushälterin bei ihm. Sie kehrt nach Österreich zurück, heiratet und wird Bertha von Suttner. Das Arbeitsverhältnis endet; der Briefwechsel bleibt.
Sie wird eine wichtige Stimme der Friedensbewegung. Ihr Einfluss zählt bei der Entstehung der Friedenspreisidee. Aber sie ist keine Frau, die nur in diese Geschichte tritt, um Nobel Trost zu geben. Sie hat ihre Ehe, ihre Arbeit, ihre eigenen, teils widersprechenden Auffassungen. Mit diesem selbständigen Gegenüber dauert das Gespräch an.
Anders ist die lange Beziehung zu Sophie Hess. Zuneigung, Geld, Erwartungen und Enttäuschungen greifen ineinander. Er unterstützt sie und versucht zugleich, ihre Bildung und ihr Leben nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Wer sie nur zur habgierigen Belastung eines einsamen Genies macht, übersieht das Gefälle von Macht und Abhängigkeit.
Nach seinem Tod wird über die privaten Briefe und Geld verhandelt. Eine Unterschrift unter ein Testament beendet nicht sämtliche Beziehungen eines Lebens.
Er besitzt Häuser. Das ist nicht dasselbe, wie einen Ort zu haben, an dem man sich geborgen weiß.
In Schweden geboren, in Russland aufgewachsen, später in mehreren Ländern zu Hause, zum Arbeiten und Lesen in vielen Sprachen fähig: Seine Beweglichkeit öffnet ihm die Welt. Sie beantwortet nicht unbedingt die Frage, wohin er zurückkehren möchte. In Briefen und Gedichten finden sich Niedergeschlagenheit, Sehnsucht nach Nähe und scharfer Spott über sich selbst.
Ganz am Ende schreibt er Nemesis, ein Drama über Beatrice Cenci und ihren gewalttätigen Vater, über Misshandlung, Vatermord, Macht und Religion. Nach Nobels Tod wird der größte Teil der ersten Auflage vernichtet; wenige Exemplare bleiben. Auch ein Text erreicht seine Leser nicht allein kraft der Absicht seines Verfassers.
Erfinder. Reicher Unternehmer. Einsamer Briefschreiber. Leser von Gedichten. Keine dieser Gestalten lässt die anderen verschwinden.
IV. Geld in die Zukunft schicken
Zum Testament führen mehrere Wege. Ein einziger dramatischer Bekehrungsmoment erzählt nicht genug.
Zunächst gibt es die praktische Arbeit, über ein Vermögen zu verfügen. Das Testament von 1893 enthält bereits Unterstützung für Medizin und Friedensarbeit. 1895 sind daraus fünf ausdrücklich benannte Bereiche geworden. Wissenschaftliche Interessen, Literatur, persönliche Beziehungen und Vorstellungen vom Geben finden allmählich in einem Dokument zusammen.
Etwas aufschreiben. Es überdenken. Eine Handlung vorbereiten, die man nicht mehr selbst ausführen wird.
Dann ist da das Gespräch mit Bertha. 1889 erscheint Die Waffen nieder! Krieg zeigt sich hier nicht zuerst als Landkarte der Siege, sondern als wiederholter Verlust im Leben eines Menschen. Ihre Tätigkeit gilt auch Friedenskongressen, Schiedsverfahren und der organisierten Arbeit gegen den Krieg.
Nobel liest, antwortet, widerspricht. Er hofft weiterhin auf Abschreckung; sie betont, dass Frieden Einrichtungen und Handlungen braucht. Sie müssen nicht vollständig übereinstimmen, um weiterzuschreiben. In einem Brief von 1893 spricht er über einen geplanten Preis für Friedensarbeit.
Die Idee hat eine Form angenommen, die er einem anderen Menschen mitteilen kann.
Wir müssen nicht über das Geheimnis seines Gewissens befinden. Eine Frage bleibt für uns: Wenn die eigene Arbeit Schaden mitverursachen kann, lassen sich dann Mittel an Menschen geben, die gegen diesen Schaden arbeiten?
Er kann Dynamit nicht ungeschehen machen. Er kann nicht alles Verkaufte zurückholen. Ein künftiger Preis wird die Schäden nicht tilgen. Er kann jedoch andere Arbeit unterstützen. Nicht auslöschen zu können bedeutet nicht, gar nichts mehr tun zu können.
Damit kommt eine dritte Frage hinzu: Wie kann diese Unterstützung mehr als einmal geschehen?
Eine einmalige Gabe hat ihren Wert. Auch ein Erbe in der Familie kann anderen Leben dienen. Nobel entscheidet sich für den größten Teil seines Vermögens anders: Es soll einen Fonds bilden, dessen Mittel angelegt und dessen Erträge für wiederkehrende Preise verwendet werden.
Kein unberührbarer Geldbetrag, der ohne Risiko für alle Zeiten genau das Richtige hervorbringt. Menschen werden verwalten, investieren, Ausgaben tätigen und die Möglichkeit des nächsten Jahres sichern müssen. Geld arbeitet nicht ohne Personen und Einrichtungen.
So löst sich die Dauer der Tätigkeit von der Lebensdauer des Gebers.
Jemand, den er nicht kennt, wird eine noch unbekannte Arbeit leisten. Die zurückgelassenen Mittel können diesen Menschen erreichen. Er bestimmt nicht sämtliche Empfänger im Voraus. Er schafft einen Ort, an dem andere bestimmen müssen.
Das ist etwas anderes, als sich ein Denkmal errichten zu lassen.
Der Name bleibt. Aber was unter diesem Namen geehrt wird, bleibt nicht vollständig in seiner Hand. In dem, was er abgibt, ist Platz für eine Zukunft.
V. Vier Seiten
27. November 1895, Paris. Der zweiundsechzigjährige Nobel unterschreibt im Schwedisch-Norwegischen Klub sein letztes Testament.
Seine Gesundheit ist angeschlagen. Gegen Ende seines Lebens verschreiben Ärzte ihm Nitroglycerin gegen Angina pectoris. Er bemerkt die Ironie in einem Brief: Der gefährliche Stoff, an dem er gearbeitet hat, kommt als Arznei zu ihm zurück.
Vier handgeschriebene Seiten auf Schwedisch. Vier Zeugen unterschreiben. Der kurze Text enthält Aufgaben für viele Menschen, die nach ihm weiterleben werden.
Nach einzelnen Vermächtnissen soll das übrige verwertbare Vermögen einen Fonds bilden, angelegt in sicheren Wertpapieren. Dessen Erträge sollen in fünf Teilen an Menschen gehen, deren Arbeit der Menschheit den größten Nutzen gebracht hat.
Entdeckungen oder Erfindungen in der Physik. Entdeckungen oder Verbesserungen in der Chemie. Physiologie oder Medizin. Ein herausragendes literarisches Werk in idealer Richtung. Schließlich Arbeit für die Verbrüderung der Völker, die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere und die Förderung von Friedenskongressen.
Für Physik und Chemie nennt er die schwedische Akademie der Wissenschaften; für Medizin das Karolinska-Institut; für Literatur die Schwedische Akademie. Den Friedenspreis soll ein fünfköpfiges, vom norwegischen Parlament gewähltes Komitee vergeben.
Die Nationalität soll bei der Auswahl nicht entscheiden. Wer am würdigsten ist, soll den Preis bekommen, ob aus Skandinavien oder nicht.
Aus diesen Sätzen werden nicht von selbst Preisverleihungen.
Einige Angehörige widersprechen, andere unterstützen den Plan; der Neffe Emanuel spielt dabei eine wichtige Rolle. Welches Land ist für den Nachlass zuständig? Die Stiftung gibt es noch nicht. Die benannten Einrichtungen sind nicht alle vorher um Zustimmung gebeten worden. Werden sie die Verantwortung übernehmen, mit welchen Mitteln und nach welchen Regeln?
Hinzu tritt der nationale Einwand. Warum soll schwedisches Geld Ausländern zugutekommen? Weshalb wird die Friedensauswahl Norwegen anvertraut? Beide Länder bilden noch eine Union, doch die Verbindung ist angespannt. Verdienst ausdrücklich nicht auf Landsleute zu beschränken, versteht sich nicht von selbst.
Auch das Private bleibt: Sophie Hess, Briefe, finanzielle Verhandlungen. Letzte Wünsche haben frühere Beziehungen nicht aus der Welt geschafft.
Ragnar Sohlman und Rudolf Lilljequist sind die Testamentsvollstrecker. Der junge Sohlman muss Vermögenswerte sichern und zusammenführen. Eine Episode zeigt ihn, wie er Wertpapiere und andere Werte in einer Kutsche durch Paris zum schwedischen Konsulat bringt. Damit eine niedergeschriebene Absicht bestehen bleibt, muss jemand tatsächlich mit Unterlagen eine Stadt durchqueren.
Die Verhandlungen dauern Jahre. Am 29. Juni 1900 billigen der König und die schwedische Regierung die Statuten der Nobelstiftung.
Am 10. Dezember 1901 werden die ersten Preise verliehen. Seit Nobels Tod sind fünf Jahre vergangen.
Röntgen für die Röntgenstrahlen. Van 't Hoff für Chemie. Behring für seine Arbeit an der Serumtherapie. Der französische Dichter Sully Prudhomme für Literatur. Den Friedenspreis teilen sich Henri Dunant, mit dem die Gründung des Roten Kreuzes verbunden ist, und der Friedensaktivist Frédéric Passy.
In Stockholm überreicht Kronprinz Gustaf die Preise als Vertreter von König Oscar II. Der Friedenspreis wird in Christiania, dem heutigen Oslo, verliehen. Vier Seiten führen in zwei Städten zu ausgestreckten Händen.
Der Rhythmus wird jährlich. Es gibt Unterbrechungen und nicht vergebene Preise; nicht jedes Fach hat in jedem Jahr einen Preisträger. Aber die Einrichtung ermöglicht es, die Frage in einem neuen Auswahlverfahren wieder aufzunehmen.
Auch die Auslegung der Kriterien verändert sich. Eine Entdeckung kann lange nach ihrer Veröffentlichung geehrt werden. Die Formulierung vom vorhergehenden Jahr wird nicht als mechanische Frist gehandhabt.
Der Name eines Toten tritt neben eine Arbeit, die weitergeht.
Das ist kein neuer Nachruf, der alte Verantwortung überdeckt. Die Vergangenheit bleibt. Eine andere Beziehung kann trotzdem beginnen.
VI. Die noch nicht Anwesenden
Die bisherigen Lebenswege dieses Teils der Reihe haben Bücher, Gedichte und Unterricht hinterlassen. Hypatia, Thomas von Aquin, Cao Zhi, Rilke: Andere lesen, verwenden und bestreiten ihre Arbeit. Was danach kommt, wird nicht vollständig von dem Menschen festgelegt, der gegangen ist.
Auch sie konnten an spätere Schüler und Leser denken. Nobel erfindet die Sorge für die Zukunft nicht. Er gibt ihr eine besondere Form aus Kapital, Recht und wiederkehrenden Entscheidungen.
Er wird nach seinem Tod keine Preisträger auswählen. Weil er weiß, dass er es nicht kann, übergibt er anderen einen Raum für Urteile.
An wen richtet sich diese Geste? An den Anderen in der Zukunft.
Manche sind noch nicht geboren. Andere leben schon, werden ihre wichtige Arbeit aber erst nach seinem Tod beginnen. Wieder anderen wird er nie persönlich begegnen. Der Fonds kennt ihre Namen noch nicht.
Sie sind keine Staffage in unserem Bild von der Zukunft. Sie werden essen, schlafen, arbeiten. Sie werden leiden und sich freuen. Sie können sich für Dinge interessieren, die wir nicht vorausgesehen haben, unsere Vorlieben zurückweisen und uns streng beurteilen.
Dass wir heute nicht mit ihnen sprechen können, bedeutet nicht, dass sie nicht zählen.
Das ist Sache der Nachkommenden. Ich kann nichts machen. Dann bin ich längst nicht mehr da. Solche Sätze benennen manchmal echte Grenzen. Manchmal nehmen sie still diejenigen aus der Rechnung, die noch nicht protestieren können.
Das Testament lädt dazu ein, etwas anderes zu versuchen: Mittel für Leben bereitzuhalten, die man nicht kennt.
Es geht nicht darum, diese Leben auf unbestimmte Zeit zu regieren. Sollen die Nachkommenden lediglich unseren Vorlieben gehorchen, wird das Geschenk zum Befehl. Man kann eine Richtung nennen, ohne ihnen die Fähigkeit zu urteilen und zu berichtigen abzunehmen.
Gegenwärtige Entscheidungen erreichen spätere Menschen: Treibhausgasemissionen, langlebige Abfälle, öffentliche Schulden und Investitionen, Verfassungen. Es sind unterschiedliche Fragen. Gemeinsam ist ihnen, dass Menschen betroffen sein werden, die nicht mitentscheiden können.
Verantwortung bedeutet nicht, ihre Welt bereits zu kennen. Unsicherheit verbietet aber auch nicht jedes Handeln. Sie fordert, Möglichkeiten zur Änderung in das Weitergegebene einzubauen.
Nobel kann den diesjährigen Preisträger nicht bestimmen und kein Komitee bestätigen oder entlassen. Die fünf Bereiche und der Grundsatz gegen nationale Bevorzugung bleiben; ihre Durchführung gehört den Lebenden. Der Wirtschaftspreis wurde später gesondert zu seinem Gedächtnis geschaffen, nicht in seinem Testament festgelegt.
Wer Unterstützung erhält, ist nicht da, um das Bild des Gebers zu vollenden. Dieser Mensch verfolgt seine eigene Arbeit.
Lesen wir die früheren Figuren in der Sprache dieses Essays zusammen: Kant will Personen nicht auf bloße Mittel reduziert sehen. Levinas stellt uns vor Verantwortung. Buber öffnet das Ich–Du. Cao Zhi bewahrt eine Entfernung, über die das Begehren nicht verfügen kann.
Girard zeigt, wie eine Gruppe ihr Opfer hervorbringt. Schelling beunruhigt das Ich, das sich ganz durchsichtig glaubt. Eckhart lockert den Griff der Namen um Gott. Rilke macht das, was ihn übersteigt, nicht sofort zum beherrschbaren Gegenstand.
Und Nobels Testament hält einen Platz für diejenigen frei, die noch nicht geboren sind.
Keine neun Fassungen einer identischen Lehre. Doch wir können sie in eine verwandte Richtung lesen: den Anderen nicht nach unseren Bedürfnissen abzuschließen.
Aus dieser Richtung kommt ein milder Wind.
VII. Eine Öffnung hinterlassen
Am 10. Dezember 1896 stirbt Nobel nach einem Schlaganfall in Sanremo. Er ist dreiundsechzig. Die Brüder sind tot; er hat weder Frau noch Kinder. Berichte über die letzten Stunden sprechen von Einsamkeit. Sie berechtigen uns nicht, einen womöglich unverstandenen letzten Satz selbst zu Ende zu schreiben.
Ein Leben endet dort.
Die Papiere bleiben. Die Briefe bleiben. Ein Vermögen bleibt, dazu Anweisungen und Vereinbarungen, die noch keine Wirklichkeit sind. Die Lebenden beginnen auszuführen, was er nicht mehr selbst ausführen kann.
Zunächst müssen sie verhandeln. Familie, Krone, Behörden und die für die Auswahl vorgesehenen Einrichtungen. Vermögenswerte sind zu sichern, Statuten zu formulieren, Voraussetzungen gemeinsamer Arbeit zu schaffen. Ein Vermächtnis erreicht die Zukunft nicht wie Wasser einen Hang hinabläuft. Menschen müssen arbeiten.
1901. 1902. 1903. 1904. Jahre kommen hinzu, mit Unterbrechungen und Neuanfängen.
1903 teilen Marie und Pierre Curie den Physikpreis mit Becquerel. Marie erhält 1911 auch den Chemiepreis und wird die erste zweimal ausgezeichnete Person. Einsteins Physikpreis für 1921 wird im folgenden Jahr zuerkannt und hebt besonders das Gesetz des photoelektrischen Effekts hervor.
Linus Pauling erhält 1954 den Chemiepreis und den Friedenspreis für 1962: zwei verschiedene Kategorien, beide Preise ungeteilt. Toni Morrison bekommt 1993 den Literaturpreis. 2014 teilt die siebzehnjährige Malala Yousafzai den Friedenspreis mit Kailash Satyarthi.
Nobel hat keinen dieser Namen ausgewählt. Ihre Arbeit begegnet einer Einrichtung, die aus seinem Testament entstanden ist. Zu seinem Vermächtnis kommt eine Beziehung hinzu, ohne dass ihre Arbeit deshalb zu seiner wird.
Die Einrichtung kann sich irren. Kritisiert werden ihre europäischen Vorlieben in der Literatur, Auslassungen und politische Entscheidungen. Der Literaturpreis von 1935 wird überhaupt nicht vergeben. Die Friedensauszeichnung von 1973 an Kissinger und Le Duc Tho löst eine heftige Kontroverse aus; Le Duc Tho lehnt sie ab. Eine Verhandlung zu würdigen löscht das Leid des Krieges nicht aus.
Ein Komitee hat entschieden: Das beweist nicht, dass es richtig entschieden hat. Wer wird sichtbar? Wer fehlt? Welche gemeinsame Arbeit verschwindet hinter wenigen Namen? Welche Maßstäbe werden als allgemeingültig behandelt? Diese Fragen bleiben notwendig.
Fortbestehen bedeutet also nicht Vollendung.
Es gibt Statuten, Mittel, Kritik und eine nächste Auswahl. Lange Dauer ist möglich, nicht garantiert. Ohne Pflege und Verantwortung würde der Mechanismus aufhören zu arbeiten.
Hypatias Arbeit stellt uns noch Fragen, auch durch das, was verloren ging. Thomas wird seit mehr als sieben Jahrhunderten gelesen. Schelling wurde von Zeitgenossen und späteren Generationen neu verstanden. Eckhart erreicht Tauler und spätere religiöse oder philosophische Leser auf Wegen, die keine einzige gerade Linie bilden. Ein Gedicht Rilkes wird in einem anderen Frühling aufgeschlagen werden.
Bei Nobel geschieht ein Teil dieser Übergabe durch finanzielle Mittel und Auswahlverfahren.
Er hat dem Wunsch, dass etwas weitergeht, eine Form gegeben.
Das wäscht die Vergangenheit nicht rein. Eine spätere gute Tat wird nicht buchhalterisch von einem früheren Schaden abgezogen. Trotzdem lässt sich fragen: Was kann ich noch hinterlassen, damit ein anderes Leben sich entfalten kann?
Ein solches Vermögen ist dafür nicht nötig. Ein Buch verschenken. Einen Brief schreiben. So unterrichten, dass ein Schüler einen anderen Weg gehen darf. Einen Baum pflanzen. Eine brauchbare Aufzeichnung erhalten.
Vielleicht kennt der Mensch, der später damit etwas anfangen kann, unseren Namen nicht mehr. Er hat etwas zur Verfügung und ein wenig Freiheit, es anders aufzunehmen, als wir es vorgesehen hatten.
Die kleine Geste ist nicht weniger wirklich, weil sie keinen großen Preisnamen trägt.
VIII. Das Papier auf der Brücke
Nobel kommt in einem dunklen Dreiteiler, schlicht und gut geschnitten. Der Bart ist kurz, die Augen liegen tief und wirken müde. Auf der Brücke ist er etwa sechzig, eine Gestalt seiner letzten Lebensjahre.
Er geht vorsichtig.
In der Hand hält er gefaltete Blätter.
Kein Buch, kein Gedicht. Eine Abschrift der vier Seiten, die er am 27. November 1895 unterzeichnet hat. In dieser vorgestellten Szene hat er sie mitgebracht. Erfindungen, Geschäfte und seine Liebe zur Literatur gehören zu seinem Leben. Heute legt er dieses Dokument vor.
Etwas Bestimmtes, das für noch ungeborene Menschen zurückbleiben soll.
Er erreicht die Mitte der Brücke.
Hypatia hält ihr Astrolabium. Auf der anderen Seite steht Thomas mit leeren Händen. Bergson stützt sich auf den Stock. Levinas. Buber. Cao Zhi mit seiner Schriftrolle. Girard trägt ein Buch, Schelling seine Freiheitsschrift. Eckhart hält nichts. Rilke neigt den Kopf ein wenig und hört zu.
Und viele andere, Generation um Generation. Menschen schreiben Gleichungen, betrachten Mais, lesen Sternkarten. Sie verfassen Gedichte und Romane, zeichnen Pläne. Jemand hockt und macht Notizen. Ein anderer sitzt einfach da. Zwei sprechen leise miteinander.
Nobel grüßt sie.
Er hat viel gelesen. Das bedeutet nicht, dass er jeden hier kennt. Einige Wissenschaftlergesichter sind ihm vertraut. Viele andere treten ihm jetzt zum ersten Mal als einzelne Menschen gegenüber.
Er beginnt nicht hastig ein Gespräch. Er findet in der Mitte einen Platz und bleibt mit den Blättern stehen.
Am fernen Ende ist Kant. Heute lässt sich seine Gestalt etwas deutlicher erkennen.
Außerhalb der Brücke geht der Weg unter dunklem Himmel weiter. Ein Blitz. Menschen sind noch unterwegs. Die am weitesten Entfernten sind nicht mehr zu sehen. Näher kommt der Mann im Professorentalar, Heidegger, noch immer voran.
Nobel schaut auf den Weg.
Die Weltkriege und Kernwaffen waren keine Zukunft, die er noch selbst gesehen hat. Dieser Weg gehört zu einer Geschichte, die nachträglich auf Geschichte blickt. Seine Erfindungen sind nicht der Ursprung jeder Gewalt. Seine Verbindungen zu Waffen und Gewinnen verschwinden aber auch nicht dadurch, dass er ein Testament in der Hand hält.
Er hebt das Papier nicht hoch, um den Weg zu verdecken.
Er schaut eine Weile hin und wendet sich dann zurück.
Hypatias Astrolabium fängt Mondlicht auf. Das Licht ist mild.
Sie hat weder Dynamit noch Nobelpreise gekannt. Doch sie sieht, was er trägt: eine Vorkehrung, damit nach seinem Tod ein anderer Mensch weiterarbeiten kann. Eine Lehrerin kann etwas von dieser Geste verstehen.
Sie nickt. Er antwortet.
Thomas tritt heran. Ungefähr sechs Jahrhunderte trennen ihre Zeiten. Auch das Mittelalter kannte Testamente. Dieser Bettelmönch hinterließ jedoch Bücher und Unterricht, kein industrielles Vermögen. Die Summa wird weitergelesen, während ihre Leser wechseln.
Ihre Papiere wirken verschieden. Ihre Gaben sind nicht dieselben. Beide schicken dennoch etwas Bestimmtes zu Menschen, die noch nicht anwesend sind. Thomas grüßt. Nobel erwidert den Gruß, ohne so zu tun, als habe er dessen gesamtes Denken verstanden.
Auch Rilke kommt. Er ist zweiundvierzig Jahre jünger. Als Nobel starb, war er gerade einundzwanzig geworden; seine Reise nach Paris zu Rodin lag noch einige Jahre vor ihm. Ihre Beziehungen zu derselben Stadt entfalten sich zu verschiedenen Zeiten.
Auf dieser Brücke können sie sich begegnen.
Der Dichter betrachtet die Blätter. Ein Gedicht bleibt ein Gedicht; ein Testament braucht Vollstrecker und Institutionen. Nicht dasselbe. Doch beides kann, wenn der Urheber nicht mehr da ist, in die Zeit eines anderen Menschen eintreten.
Ein kleines Lächeln. Nobel erwidert es.
Viele Menschen stehen in der Mitte der Brücke. Der Mondschein ist mild.
Die Gestalt, die in die Ferne sah, hat Hypatia angesehen, Thomas, Bergson, Levinas, Buber, Cao Zhi, Girard, Schelling, Eckhart und Rilke.
Diesmal schaut sie Nobel an.
Kurz treffen sich ihre Blicke.
Nobel faltet die Blätter langsam auseinander, damit der andere die Wörter sehen kann.
Er stellt sich nicht zur Schau. Er reicht ein Dokument ein: das, was er tun konnte, mit seinen Grenzen, das, was er dem Danach anvertraut hat.
In der Ferne ein leichtes Nicken.
Nobel faltet das Papier wieder zusammen, steckt es ein und bleibt unter den anderen stehen.
Er hinterlässt nicht bloß einen Betrag, sondern einen Weg, auf dem dieser Betrag spätere Hände erreichen kann. Die Empfänger sind nicht dazu da, Nobel zu vollenden. Sie haben ihre eigene Arbeit.
Er hat über seine Lebenszeit hinaus die Hand ausgestreckt.
Was dort beginnt, konnte er nicht allein fertigstellen.
Er hat trotzdem etwas hinterlassen.
Vielleicht kommt ein weiteres Jahr mit Entscheidungen, Kritik, Empfängern und Menschen, die fortfahren. Kein neuer Nachruf, der alte Verantwortung zudeckt. Eine weitere Beziehung zwischen einem abgeschlossenen Leben und Arbeiten, die noch nicht abgeschlossen sind.
Lesehinweise und Quellen
Die Schlagzeile vom Händler des Todes und die Geschichte ihrer unmittelbaren Wirkung auf die Preisstiftung bilden keine gesicherte Motivkette. Die anfängliche Leseszene ist vorgestellt; Testamente und Briefe haben eine eigene Quellengrundlage.
Unfall von 1864, Technik, Literatur und Nachlass: Biografie des schwedischen Reichsarchivs und Nobel-Quellen. 1901 überreichte der Kronprinz die Stockholmer Preise; der Friedenspreis wurde getrennt in Christiania verliehen.
1935 wurde kein Literaturpreis vergeben. Pauling erhielt zwei ungeteilte Preise in verschiedenen Bereichen; Marie Curie war bereits zuvor in Physik und Chemie ausgezeichnet worden. Die jährlichen Preise wurden unterbrochen und gelten nicht nur Arbeiten des jeweiligen Jahres.
Brücke und Begegnungen über die Zeiten sind literarisch erfunden. Die Stiftung tilgt keine Verantwortung für Technik und Rüstung; künftige Empfänger dienen nicht der Vervollständigung des Stifterbildes.
Swedish National Archives: Alfred B Nobel · Nobel: full text of the 1895 will · Nobel: thoughts about war and peace · Nobel: Alfred Nobel the poet · Tekniska museet: Alfred Nobel and dynamite · First Nobel Prize ceremony: eyewitness recollection · Nobel: 1995 address on the 1893 and 1895 wills · Nobel: official list of prizes, including 1935 · AFP interview with Nobel biographer Ingrid Carlberg on the obituary story
Eigenständige deutsche Neufassung. Quellen, Zitate und ausführliche Anmerkungen in der chinesisch-englischen Originalausgabe。