SAE · Nikomachische Ethik · Deutsche Neufassung
SAE und die Nikomachische Ethik
Dreizehn Fragen, die Aristoteles selbst eröffnet, werden neben SAE gestellt: nicht um eine Abstammung zu behaupten, sondern um Reichweite, Grenzfall und unbezahlte Rechnung beider Ansätze sichtbar zu machen. Die deutsche Ausgabe ist eine eigenständige redaktionelle Neufassung nach den chinesischen und englischen Texten.
- 01 / 13Freunde sind lieb, die Wahrheit noch lieberWas heißt es, eine Lehre des Lehrers zurückzuweisen, ohne den Lehrer aus dem Urteil zu tilgen?
- 02 / 13Wie weit reicht Selbstgenügsamkeit?Aristoteles begrenzt die Kette der Zwecke, aber die Grenze des dazugehörigen Lebens bleibt eine eigene Entscheidung.
- 03 / 13Muss das Glück bis zum Tod warten?Ein vollständiges Leben ist keine versiegelte Akte. Tod beendet Handlungen, nicht jede spätere Deutung.
- 04 / 13Die Tat tun, die Person werdenEine richtige Handlung und ein tugendhafter Handelnder sind nicht dasselbe; Bildung geschieht in dieser Differenz.
- 05 / 13Wie weit ist zu weit?Die Mitte besitzt kein Lineal. Heuristik und vierfache Bilanz führen bis vor den letzten Urteilsschritt.
- 06 / 13Der Stein hat die Hand verlassenVerantwortung beginnt, bevor Gewohnheit zur gegenwärtigen Beschränkung geworden ist.
- 07 / 13Kann man gegen sich selbst ungerecht sein?Bei Aristoteles wird strenge Gerechtigkeit zur Analogie; bei SAE bleibt Selbstprüfung real, aber nicht unabhängig.
- 08 / 13Wozu dient praktische Klugheit?Geschicklichkeit erreicht ein gesetztes Ziel. Klugheit betrifft auch das Sehen dessen, was als Ziel erscheint.
- 09 / 13Es besser wissen und anders handelnWissen ist kein Schalter: Besitz, Gebrauch, Einzelfall und einverleibte Kenntnis müssen unterschieden werden.
- 10 / 13Warum braucht der Selbstgenügsame Freunde?Der Freund schließt keinen Mangel im Warenlager; gemeinsames Leben gehört zur Tätigkeit des Glücks.
- 11 / 13Wo beginnt Freundschaft für andere?Ist der Schritt nach außen Entfaltung einer guten Selbstbeziehung oder ein neues Urteil?
- 12 / 13Wird das höchste Gut gelernt oder gegeben?Beide trennen Herkunft und Geltung; nur Aristoteles lässt ein festes Höchstes seine angemessene Herkunft begrenzen.
- 13 / 13Warum Wissen nicht genügtAristoteles geht von der Ethik zur Politik. SAE übergibt sich dem Leser, kann dessen Erscheinen aber nicht sichern.
Eigenständige deutsche Neufassung nach den chinesischen und englischen Essays. Die Gegenüberstellung behauptet weder Identität noch gegenseitigen Beweis.