Die Position des Ziels
Nur wenige Schülerinnen greifen Chiho an. Dauerhaft möglich wird das Mobbing durch die vielen, die aus Angst vor dem nächsten Ziel schweigen. Sobald Hinata sich neben Chiho stellt, wandert der Angriff beinahe automatisch zu ihr. Die Struktur braucht weniger eine bestimmte Persönlichkeit als einen Platz, den immer jemand im Klassenraum besetzen muss. Schweigen ist keine Zustimmung und erhält diesen Platz dennoch.
Unterlassung beendet Verantwortung nicht
Die Klassenlehrerin greift kaum ein und wartet, bis sich die Sache von selbst beruhigt. Bei kleinen Konflikten kann dies die billige und wirksame Reaktion sein. Hier wächst der Druck weiter, bis auch die Lehrerin zusammenbricht. Ihre Verantwortung folgt nicht nur einem amtlichen Auftrag, sondern den Folgen, die beim anwesenden Erwachsenen landen. Ein zusätzlich verletzter Erwachsener verbessert noch nicht die Lage des Kindes.
Zuerst die Betroffene fragen
Hayashida gesteht ein, keine Universallösung zu kennen, und fordert, zunächst lange nach dem Wunsch des betroffenen Kindes zu fragen. Ein ruhiger Klassenraum genügt nicht, wenn es dort keinen Platz mehr hat; schon das Gespräch mit der Familie zählt. Rei denkt sofort an Geld und geht zum nächsten Turnier. Sein Eifer trifft die Sache nicht ganz, macht Shōgi aber erstmals ausdrücklich zu einem Mittel für jemanden außerhalb des Bretts.
Was nach dem Scheitern der Rettung bleibt
Hinata besteht darauf, nichts Falsches getan zu haben, geht weiter zur Schule und fährt auf die Klassenreise, um später nichts zu bereuen. Chiho bleibt dennoch verletzt und wechselt die Schule. Als Rettung erreicht Hinatas Handlung ihr gewünschtes Ziel nicht. Das Werk hält die Sätze nebeneinander: Sie trat hin, sie zahlte einen Preis, die Freundin ging. Dort, wo Richtigkeit nicht nur am Erfolg gemessen wird, bleibt ihre Entscheidung bestehen.