Run with the Wind lesen
Fünf Essays führen von der zunächst verschwiegenen Bedingung für die günstige Miete im Chikuseisō zu Prinz' drei Gründen, zu dem Maßstab, den Kakeru aus seiner Schulzeit mitbringt, zu Haijis alter Verletzung, von der zunächst nur ein Gegner weiß, und schließlich zu einem Staffellauf, der jeden braucht, bei dem aber niemand für einen anderen laufen kann.
Run with the Wind beginnt mit einem Diebstahl und einer Einladung. Kakeru Kurahara stiehlt Essen. Haiji Kiyose holt ihn auf dem Fahrrad ein, fragt, ob er gern läuft, und bringt ihn ins Chikuseisō, wo die Miete günstig ist. Erst nach dem Einzug erfährt Kakeru: Offiziell ist das Haus die Unterkunft des Leichtathletikclubs. Und Haiji hat bereits vor, mit allen zehn Bewohnern den Hakone-Ekiden zu bestreiten.
Oft bleibt diese Serie als Geschichte von Freundschaft und einem Wunder in Erinnerung. Die fünf Essays halten an dem Erreichten fest und fragen zugleich weiter nach seinen Voraussetzungen. Haijis Fürsorge gilt jedem Einzelnen sehr genau; seine Anwerbung trägt dennoch manipulative Züge. Prinz bleibt der Langsamste und wird doch zu einem unersetzlichen Staffelläufer. Kakeru gibt die Schnelligkeit nicht auf. Er lernt nur, dass sie nicht der einzige Maßstab ist, durch den jemand als Läufer sichtbar wird. Der Ekiden verbindet zehn verschiedene Leben, ohne einen der Menschen darin aufzulösen.
Hauptquelle dieser Reihe ist die 23-teilige Fernsehserie von Production I.G, unter der Regie von Kazuya Nomura und mit dem Drehbuch von Kōhei Kiyasu. Ergänzend wird Shion Miuras Roman von 2006 herangezogen. Spoiler zur gesamten Serie.
- 1 / 5Die günstige Miete hat eine BedingungMitten in der Nacht läuft ein junger Mann durch die Straßen. Er hat gerade Brot aus einem Laden gestohlen. Jemand verfolgt ihn. Er läuft schön. Gleichmäßige Schrittfrequenz, tiefer Schwerpunkt, präzise geführte Arme: So sieht kein
- 2 / 5Drei GründeEin Zimmer. An allen vier Wänden Manga. Der Fußboden droht unter ihrem Gewicht nachzugeben. Hier wohnt Akane Kashiwazaki, Literaturstudent im zweiten Jahr. Im Wohnheim nennen ihn alle Prinz. Lange Haare, lange Wimpern, helle Haut,
- 3 / 5Den Maßstab nimmt er mit an die UniversitätIm Hof des Chikuseisō dreht eine Gruppe ihre Runden. Es sieht ziemlich unbeholfen aus. Einer keucht, einer lacht, einer zählt, wie viele Runden noch fehlen.
- 4 / 5Wer von dem Bein weiß, steht auf der anderen SeiteWenn niemand zusieht, hinkt Haiji Kiyose. Die Serie zeigt es immer wieder, jedes Mal nur kurz: seinen Rücken, ein Stocken, eine Bewegung beim Hinsetzen, die einen halben Takt länger dauert als bei anderen. Eine Hand, die unbemerkt
- 5 / 5Niemand kann für einen anderen laufenEine Wechselstelle. Jemand steht da, streckt die Hand aus und wartet. Er steht schon lange dort. Er weiß nicht, wann sein Teamkollege auftauchen wird und in welchem Zustand. Er kann sich nur warm machen, auf die Uhr schauen, zur S