Die marginalistische Revolution: Der Wert tritt ins Bewusstsein ein; wenn er wieder heraustritt, ist er bereits eine Zahl
Jevons, Menger und Walras verlegten Wert in die subjektive Beurteilung und machten ihn zugleich mathematisch lesbar. Der Erkenntnisgewinn war groß; Institutionen, Macht und nicht bezifferbare Erfahrung wanderten an den Rand der Disziplin.
In diesem Essay
1. Die kurze Schrift von Cambridge
Im Herbst 1862 hielt die Britische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften ihre Jahrestagung in Cambridge ab. Bei der Sektion für Wirtschaft und Statistik ging ein sehr kurzer Text ein: Kurzer Abriss einer allgemeinen mathematischen Theorie der politischen Ökonomie. Sein Verfasser hieß Jevons, war siebenundzwanzig Jahre alt und lehrte damals an einem College in London. Der Beitrag wurde auf die Tagesordnung gesetzt und vorgetragen. Danach geschah nichts.
Im folgenden Jahr erschien eine Zusammenfassung. Bis der vollständige Text gedruckt wurde, dauerte es bis 1866. Fast zehn Jahre lang wurde er anschließend so gut wie nie zitiert. Sein Verfasser erinnerte sich später, sämtliche wesentlichen Gedanken der kurzen Schrift seien schon zehn Jahre zuvor in ihren Umrissen fertig gewesen.
Dieses Schweigen war damals durchaus verständlich. Der einflussreichste Ökonom der englischsprachigen Welt hieß in jenen Jahrzehnten Mill. In seinen Grundsätzen der politischen Ökonomie hatte er mit beträchtlicher Gewissheit geschrieben, über die Gesetze des Wertes bleibe späteren Autoren nichts mehr zu klären. Dass der führende Kopf eines Fachs eine Frage für abgeschlossen erklärt, kommt in der Wissenschaftsgeschichte öfter vor. Selten geht jemand wirklich zurück und prüft, ob der Satz stimmt.
Neun Jahre später, 1871, veröffentlichte Jevons seine Theorie der politischen Ökonomie. Im Vorwort griff er sich genau diesen Satz Mills heraus. Unsere Vorstellungen vom Wert, schrieb er, seien weit davon entfernt, vollkommen oder endgültig zu sein. Im selben Jahr beendete in Wien ein Mann ein kleines Buch, mit dem er sich um die Zulassung als Universitätsdozent bewerben wollte: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre. Er hieß Menger. Er wusste nichts von Jevons, und Jevons wusste nichts von ihm. Noch einmal zwei Jahre später, im August 1873, trug ein Franzose vor der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften in Paris in zwei Sitzungen eine Abhandlung über die mathematische Theorie des Tauschs vor. Er hatte gerade eine Professur für Ökonomie in Lausanne erhalten und hieß Walras. Auch er wusste nichts von den beiden anderen.
Spätere Lehrbücher erklärten 1871 zum Anfangsjahr der marginalistischen Revolution und die drei Männer zu ihren gemeinsamen Entdeckern. Beide Aussagen gelten nur mit Einschränkungen. Eine Richtung der Forschung beharrt darauf, dass hier kein einzelnes Ereignis vorlag, sondern ein Prozess. Zwischen Alt und Neu habe kein scharfer Bruch gelegen, die alten Vorstellungen seien nie vollständig aufgegeben worden. Erklärungsbedürftig sei daher weniger der Ursprung der neuen Lehre als die Frage, weshalb ihr Sieg so lange auf sich warten ließ. Eine andere Richtung geht weiter: Gerade indem man diese drei Männer unter einem Namen zusammenfasse, verdecke man die wichtigsten Unterschiede zwischen ihnen.
Ob Revolution oder allmähliche Verschiebung: Eines wurde in diesen zwanzig Jahren tatsächlich vollzogen, und zwar gründlich. Die Ökonomie legte neu fest, welche Fragen zu ihr gehörten. Die alte Frage, wie viel etwas wert sei, übersetzte sie immer vollständiger in eine andere: Zu welchem Verhältnis wird unter Bedingungen der Knappheit die letzte Einheit getauscht? Was zuvor alles am Wort Wert gehangen hatte, Arbeit, Kosten, Klassenlage, institutionelle Regeln, die Gerechtigkeit der Verteilung, wurde Stück für Stück von der Liste ihrer zentralen Fragen genommen.
In den bisherigen Essays hat der Aufbau immer dasselbe getan: Er presste Dinge, die sich nicht miteinander vergleichen ließen, auf einen gemeinsamen Maßstab, mit dem sie verrechenbar wurden und die Rechnung aufgehen konnte. Doch begründet hat er das nie. Die Tontafeln des Tempels erklären nicht, warum sich ein Mensch als Zahl verzeichnen lässt. Die lydischen Münzen erklären nicht, warum ihr Feingehalt undurchsichtig bleiben darf. Die doppelte Buchführung erklärt nicht, warum man bei manchen Spalten besser nicht weiterfragt. Und die Bücher der Plantagen erklären erst recht nicht, warum ein Mensch und ein Stück Land in derselben Zeile stehen können. Sie tun es einfach.
Bei jedem solchen Zusammenpressen blieb etwas übrig, das nicht hineinging. In den ersten neun Essays hieß es stets der Rest. Er ist kein Fehler und auch nicht der Teil, an dem noch etwas nachzubessern wäre. Er ist das, was ein solcher Maßstab seiner eigenen Beschaffenheit nach nie vollständig ausleuchten kann. Jedes Mal nimmt dieser Rest eine andere Gestalt an. Einmal ist er eine alte Rechnung, die niemand je zum Abschluss bringen kann. Einmal eine aufs Genaueste vermessene Spalte, die niemand näher ansehen will. Einmal ein zweiter Maßstab, den der Markt im Verborgenen bereithält. Und mit jedem Mal macht es sich der Aufbau leichter, mit ihm fertigzuwerden.
In den 1870er Jahren tritt dieses Zusammenpressen zum ersten Mal mit einer Begründung auf. Man führt Beweise dafür, druckt sie in Büchern, bewirbt sich mit ihnen um Lehrstühle und gewinnt durch sie wissenschaftliches Ansehen. Jemand erklärt öffentlich, die Ökonomie behandle durchweg Größen und müsse deshalb ihrem Inhalt nach eine mathematische Wissenschaft sein. Ein anderer erklärt ebenso öffentlich, der Tauschwert sei eine messbare Größe; was sich messen lasse, gehöre in die Zuständigkeit der Mathematik. Zum ersten Mal verteidigt der Aufbau sich selbst. Zum ersten Mal hinterlässt er eine Verteidigungsschrift, die spätere Leser Satz für Satz überprüfen können.
Eine schriftliche Begründung schafft einen Maßstab, an dem sich das Begründete prüfen lässt. Spätere Leser können sie zur Hand nehmen und fragen: Warum wird diese Spalte nicht geführt, warum jener Posten nicht gerechnet, wenn doch eure eigenen Regeln gelten? Im neunten Essay hieß es, der Aufbau könne bestimmen, was eine Generation liest, aber nicht, was für immer gelesen wird. Hier geht es noch einen Schritt weiter. In seinem eigenen Archiv bewahrt der Aufbau nun nicht nur das Gestrichene auf. Er bewahrt auch die Gründe dafür auf, dass es gestrichen wurde.
2. Die letzte Einheit
Was Jevons vorhatte, lässt sich mit seinem berühmtesten Satz sagen: Der Wert hängt vollständig vom Nutzen ab.
Nutzen ist bei ihm kein leeres Wort. Gemeint ist die Fähigkeit einer Sache, ein Bedürfnis zu befriedigen. Diese Fähigkeit nimmt ab, je mehr davon vorhanden ist. Das erste Glas Wasser rettet ein Leben, mit dem zehnten gießt man Blumen, das hundertste bildet nur noch eine Pfütze. Entscheidend ist daher nicht, wie nützlich Wasser im Ganzen ist. Entscheidend ist, was ein weiteres Glas wert ist, wenn man bereits so viel Wasser besitzt. Jevons gab dieser Stelle einen Namen: letzter Nutzengrad. Gemeint ist der Nutzen der letzten Portion. Nichts anderes bezeichnet der Begriff marginal: Man fragt nicht nach der Gesamtmenge, sondern danach, was sich ändert, wenn das letzte kleine Stück hinzukommt oder wegfällt.
Kaum war diese Stelle bestimmt, löste sich eine Schwierigkeit, mit der die klassische Ökonomie sich fast ein Jahrhundert lang herumgeschlagen hatte. Wasser ist sehr viel nützlicher als Diamanten und zugleich sehr viel billiger. In der älteren Erklärung, die den Wert an die Nützlichkeit band, ging das nicht auf. Bei der letzten Einheit dagegen schon. Wasser ist in solchen Mengen vorhanden, dass man es überall schöpfen kann; das letzte Glas fällt kaum noch ins Gewicht. Diamanten sind selten; der letzte Stein wiegt noch immer schwer. Was der Preis abbildet, ist niemals der gesamte Nutzen, sondern der Nutzen der letzten Portion.
Hier wurde wirklich etwas erhellt. Im dritten Essay hieß es: Der Maßstab erzeugt den Rest nicht, er beleuchtet ihn. Auch das, was der neue Maßstab der Grenzbetrachtung sichtbar machte, war wirklich. Zum ersten Mal ließ sich klar erkennen, wie verschieden ein und dieselbe Sache ins Gewicht fällt, je nachdem, wie viel man bereits davon besitzt, und dass auf dem Markt immer die letzte Portion gehandelt wird. Wer in dieser Wende nur einen Wechsel des Wortes sehen möchte, braucht den neuen Maßstab bloß an die alte Frage nach Wasser und Diamanten anzulegen. Die frühere Erklärung blieb die Antwort schuldig. Die neue gab sie in einem Satz.
Noch deutlicher als die berühmte Formel zeigt allerdings Jevons’ unmittelbar folgende Ergänzung, worin die Wende bestand. Er erklärte die Arbeit keineswegs für bedeutungslos für den Wert. Er sagte, sie könne ihn nur mittelbar beeinflussen. Arbeit wirkt auf die Produktionskosten, die Kosten auf das Angebot, das Angebot bestimmt die verfügbare Menge, und die Menge bestimmt den Nutzen der letzten Einheit. Die Kämpfe, die Generationen klassischer Ökonomen um Arbeit und Kosten geführt hatten, wurden also nicht für verfehlt erklärt. Man stufte sie herab. Was den Wert unmittelbar hatte bestimmen sollen, wurde zu einem nachgeordneten Faktor, der über das Angebot wirkte.
Dieser Eingriff ist so sauber, dass man innehalten sollte, um ihn genau zu betrachten. Der Aufbau widerlegt hier keinen Gegner. Er verlegt den Ort der Frage. Zuvor hatte man gefragt: Was steckt in diesem Ding, wie viel Arbeit ist in ihm geronnen, was bedeutet es in der Gesellschaft? Nun fragt man: Zu welchem Verhältnis wird unter Bedingungen der Knappheit seine letzte Einheit gegen etwas anderes getauscht? Auf die erste Frage geben verschiedene Menschen Antworten, die sich nicht miteinander verrechnen lassen. Einer sagt Arbeit, ein anderer Kosten, ein dritter Bedürfnis, ein vierter Gewohnheit. Die Antworten haben keine gemeinsame Einheit. Niemand kann den anderen überzeugen. Bei der zweiten Frage dagegen lässt sich für alles an derselben Stelle dieselbe Art Zahl angeben. Diese Zahl ist der Preis.
Der Gewinn dieser Verlegung stellt sich sofort ein. Alles, worauf sich an der neuen Stelle antworten lässt, tritt in dieselbe Sprache ein. Man kann es addieren und vergleichen, in ein gemeinsames Schaubild einzeichnen, in ein Gleichungssystem schreiben. Auch der Preis dafür wird sofort fällig. Nur gibt es für ihn keinen Beifall: Was sich an dieser Stelle nicht beantworten lässt, zählt fortan nicht mehr als Frage.
Sagt man das allzu beiläufig, ist man schnell darüber hinweg. Das bedeutet weder, dass man jene Fragen zu Scheinproblemen erklärte, noch, dass jemand das Weiterfragen verbot. Es bedeutet, dass die Menschen, die ihnen weiter nachgehen, in diesem Fach kein Gehalt mehr beziehen, in seinen Zeitschriften nicht mehr veröffentlichen und in seinen Hörsälen nicht mehr lehren. Die Fragen bleiben. Die Fragenden wechseln den Ort.
Jevons wusste sehr genau, was er wollte. Wiederholt forderte er, die Ökonomie müsse Veränderungen so behandeln wie die Statik unendlich kleine Größen, und verglich den Tausch mit dem Gleichgewicht eines Hebels. Ihm schwebte eine Differential- und Integralrechnung von Lust und Schmerz vor. Dieser Anspruch hatte eine Vorgeschichte. In Benthams Tradition rechnete man bereits seit Jahrzehnten mit Lust und Schmerz, als seien sie messbare Größen. Zudem hatte ein englischer Gelehrter ein halbes Jahrhundert vor Jevons einen Satz umgedreht, den dieser sich merkte: Nicht die Arbeit macht die Dinge wertvoll; weil die Dinge wertvoll sind, lohnt es sich, für sie zu arbeiten. Die Kausalkette war damit schon umgekehrt. Jevons stattete diese umgekehrte Kette mit Mathematik aus.
Das war mehr als eine andere Schreibweise. Die Mathematik verrichtete hier eine ganz bestimmte Arbeit: Sie zwang jeden Begriff, seine Einheit anzugeben. Ein Begriff ohne Einheit gelangte nicht in die Gleichung. Was nicht in die Gleichung gelangte, ließ sich nicht in die Argumentation aufnehmen. Und was in der Argumentation nicht vorkam, verschwand allmählich aus dem Haupttext des Fachs. Dieses Sieb blieb in Gebrauch. Seine Maschen wurden immer feiner.
3. Das Wasser an der Quelle
Im selben Jahr arbeitete Menger in Wien an etwas, das auf den ersten Blick völlig anders aussah. Er verwendete keine Mathematik, nicht eine Formel. Was er zerlegen wollte, lag noch tiefer als das, woran Jevons arbeitete.
Sein Kerngedanke passte in einen Satz: Wert ist keine Eigenschaft der Dinge, auch nichts, das unabhängig für sich besteht. Er ist das Urteil eines Menschen darüber, welche Bedeutung eine Sache für sein Leben und Wohlergehen hat. Menger führte diesen Gedanken bis ans Ende und schrieb den schärfsten Satz der ganzen Wende nieder: Der Wert besteht folglich nicht außerhalb des menschlichen Bewusstseins.
Spätere Darstellungen haben diesem Satz häufig die Schärfe genommen. Gewöhnlich liest man Menger als einen derjenigen, die Arbeit durch Nutzen ersetzten. Doch was er zu Fall brachte, war sehr viel mehr als die Arbeitswertlehre. Er verwarf die Vorstellung, der Wert könne wie Länge und Gewicht objektiv an den Dingen haften und dort darauf warten, gemessen zu werden.
Dieser Schritt weist eigentlich in die entgegengesetzte Richtung zu jener, die die ganze Wende später einschlagen sollte. Die Wende suchte das Messbare. Menger sagte zunächst, das Wichtigste liege gerade nicht dort, wo sich etwas messen lasse. Er behauptete nicht, über Wert könne man nicht sprechen. Er sagte, man lese ihn nicht auf der Seite der Dinge ab. Er entstehe auf der Seite des Urteils. Und urteilen könne immer nur ein bestimmter einzelner Mensch.
Seine Beispiele sind schlicht, beinahe absichtsvoll schlicht. Luft ist nützlich und hat doch keinen Wert, weil sie überall vorhanden ist. Das Wasser an der Quelle ist nützlich und hat doch keinen Wert, solange die Quelle unablässig fließt. Das Holz im Urwald ist nützlich und hat doch keinen Wert, weil dort mehr Bäume stehen, als man fällen kann. Sobald sich aber das Verhältnis des Angebots zum Bedarf ändert, sobald etwa die Quelle nur noch halb so viel Wasser führt oder der Wald in Ackerland verwandelt wird, taucht plötzlich Wert auf. An genau derselben Sache, an der sich nichts geändert hat.
Die Kraft dieser Beispiele liegt darin, dass sie einen scheinbar selbstverständlichen Zusammenhang zerlegen. Nützlich zu sein und Wert zu haben ist nicht dasselbe. Aus dem Nutzen einer Sache lässt sich ihr Wert nicht ableiten. Dazwischen liegt noch eine Schwelle: Reicht sie aus, gemessen an den Bedürfnissen der Menschen? Reicht sie aus, ist sie trotz all ihres Nutzens keinen Pfennig wert. Reicht sie nicht, ändert sich das Urteil sofort. Was sich ändert, ist der Mensch, nicht die Sache. Wert ist deshalb nie eine Eigenschaft eines Dings. Er ist der augenblickliche Messwert einer Beziehung zwischen einem Menschen und einer Menge von Dingen.
Einer weiteren Erscheinung widmete Menger eigens Raum. Er nannte sie eingebildeten Wert. Menschen können ihre Bedürfnisse falsch einschätzen, ebenso den ursächlichen Zusammenhang zwischen einer Sache und ihrem eigenen Wohlergehen. So schreiben sie Dingen Wert zu, die ihnen tatsächlich nichts nützen. Ein unwirksames Heilmittel gilt als wirksam, ein nutzloser Schmuck als nützlich. Eine ganze Epoche kann sich in einer Sache irren. Menger sortierte solche Fälle nicht als Ausnahmen aus. Er nahm sie in den Wertbegriff selbst auf: Wert ist ein Urteil. Und ein Urteil kann falsch sein.
Für die Möglichkeit des Irrtums fand die spätere Ökonomie nur schwer einen Platz. Eine Theorie, die ein Gleichgewicht berechnen soll, braucht beständige, widerspruchsfreie und am besten auch richtige Urteile. Sonst weiß man nicht recht, was das berechnete Ergebnis eigentlich beschreibt. Indem Menger den Irrtum in die Definition aufnahm, ließ er einen Riss im Fundament offen. Seine Nachfolger gingen gewöhnlich um ihn herum. Sie nahmen an, die Urteile seien richtig, oder dass Irrtümer sich bei großen Zahlen gegenseitig aufhöben. Der Riss wurde nicht geschlossen. Man schritt über ihn hinweg.
So geschah etwas Bemerkenswertes. Der radikalste Schritt dieser Wende bestand darin, den Wert vollständig ins Subjekt zu verlegen. Er lag nicht in der Sache, nicht in der gesellschaftlichen Durchschnittsarbeit, an keinem Ort, den man von außen vermessen konnte. Er lag im Bewusstsein des urteilenden Menschen.
Der nächste Schritt des Fachs aber bestand ausgerechnet darin, diesem Inneren eine Zahl abzuverlangen. Was ins Bewusstsein verlegt worden war, musste wieder herauskommen. Es musste als Preis herauskommen, um in Gleichungen und Schaubilder eingehen zu können, in den Haupttext dieser Wissenschaft. Was sich beziffern ließ, durfte bleiben. Was sich nicht beziffern ließ, zählte nicht.
Damit bekam der Rest eine neue Gestalt. Es ging weder darum, dass er ungemessen geblieben wäre, noch darum, dass ihn nach dem Messen niemand ansehen wollte. Man hatte ihn an einen Ort verlegt, an dem nur der betreffende Mensch selbst anwesend war. Von dort sollte er nun eine Zahl liefern, die alle anderen lesen konnten. Der Teil, der keine solche Zahl liefern konnte, verschwand nicht. Er blieb, wo er war. Nur stand er fortan nicht mehr im Buch.
Menger gehörte selbst zur Revolution. Doch gleich an ihrem ersten Tag schrieb er in eines ihrer Gründungswerke einen Satz, der ihr unangenehm werden konnte. Er verfolgte dessen Folgen nicht weiter. In den nächsten Jahrzehnten taten das auch nur wenige für ihn. Aber der Satz blieb unversehrt in dem Buch stehen. Jeder, der es aufschlägt, kann ihn lesen.
4. Ein Pferd
Am wenigsten wie ein Revolutionär wirkt Menger dort, wo er erklärt, wie Preise entstehen.
Er erzählt ein Beispiel, das später berühmt wurde. A besitzt ein Pferd. Für ihn ist es nur zehn Bushel Getreide wert; bei weniger wäre es besser, das Pferd zu behalten. B hat gerade eine gute Ernte eingebracht, seine Speicher sind voll. Für ein Pferd würde er bis zu achtzig Bushel geben. Mehr lohnte sich für ihn nicht. Kann also ein Geschäft zustande kommen? Ja. Wo wird der Preis liegen? Irgendwo zwischen zehn und achtzig Bushel. Wo genau, sagt Menger, könne er nicht beantworten. Und er halte nichts davon, dass die Ökonomie so tue, als könnte sie es.
Wichtiger noch ist sein Zusatz: Solange die Bewertungen beider Seiten in entgegengesetzte Richtungen auseinanderliegen, bleibt der Tausch für beide vorteilhaft, auch wenn der vereinbarte Preis ganz an einem Ende der Spanne liegt. Dadurch verliert der Tausch seinen wirtschaftlichen Charakter nicht. Zwischen einem „ungerechten“ und einem „gerechten“ Geschäft besteht in dieser Theorie also kein formaler Unterschied. Verschieden ist nur, wer sich wie viel von der Spanne aneignet.
Menger verteidigt das nicht und entschuldigt sich auch nicht dafür. Er hält es fest. Schon dieses Festhalten zeigt jedoch, dass die Frage nach der Gerechtigkeit in der neuen Fragestellung keinen Platz mehr hat. Die Antwort lautet weder, jedes Geschäft sei gerecht, noch, jedes sei ungerecht. Die Frage wird gar nicht gestellt. Am vollständigsten verschwindet eine Frage, wenn sie nicht einmal mehr die Spalte findet, in die sie sich eintragen ließe. Widerlegt werden muss sie dann nicht mehr.
Was lässt die Spanne enger werden? Konkurrenz. Kommt ein weiterer Interessent für das Pferd hinzu und ist er bereit, mehr als die Untergrenze von B zu bieten, kann B nicht mehr darauf hoffen, nahe bei zehn Bushel zum Zuge zu kommen. Die Spanne schrumpft, bleibt aber eine Spanne. Damit sie sich zu einem Punkt zusammenzieht, müsste es unendlich viele Konkurrenten geben. Ihre Bewertungen müssten eine durchgehende Linie bilden, alle müssten gleichzeitig anwesend sein und über dieselben Informationen verfügen. Das ist ein theoretischer Grenzfall. Der gewöhnliche Markt ist es nicht.
Es lohnt sich, die Bedingungen dieses Grenzfalls einzeln aufzuzählen. Spätere Lehrbücher setzen sie oft stillschweigend voraus. Es gibt so viele Käufer und Verkäufer, dass niemand den Preis beeinflussen kann. Alle sind gleichzeitig anwesend. Alle kennen die Gebote aller anderen. Die Waren sind gleichartig. Der Eintritt und der Austritt kosten nichts. Erst wenn all dies zusammenkommt, zieht sich die Spanne zu einem Punkt zusammen. Fehlt etwas davon, weitet der Punkt sich wieder zur Spanne. In der Wirklichkeit kommen diese Bedingungen fast nirgendwo vollständig zusammen.
Eine Richtung der Forschung sieht in Menger deshalb den Sperrigsten der drei. Er verwendet keine Mathematik, sucht nicht mit Begeisterung nach Extremwerten und weigert sich, den Preis als eindeutig bestimmte Funktion zu schreiben. Stattdessen betont er gerade das Unstetige, die Ungewissheit und das Feilschen um den Preis. Definiert man die Revolution als Versuch, alles in berechenbare marginale Bedingungen zu überführen, dann gehört Menger dazu und steht doch immer mit einem Fuß außerhalb.
Hier klingt etwas wieder, das fast sechshundert Jahre zurückliegt. Der vierte Essay behandelte den langen Streit der Scholastiker um den gerechten Preis. Am Ende stand die Einsicht: Der gerechte Preis ist kein Punkt, sondern eine Spanne. Dieselbe Ware kann auf demselben Markt mehrere Preise haben, ohne dass einer davon die Grenze des Erlaubten überschreitet. Das war ein Schluss von der Seite der Moral her. Die Notlage des Käufers durfte nicht in den Preis des Verkäufers eingehen. Menger kommt von der genau entgegengesetzten Seite. Für ihn liegen die Bewertungen von vornherein verstreut bei einzelnen Menschen. Die Gestalt seines Ergebnisses ist trotzdem dieselbe: Ein Preis ist zunächst eine Spanne, kein Punkt.
Einmal führt die Moral dorthin, einmal die Verhandlung. Beide Male lautet das Ergebnis: kein Punkt. Doch genau einen Punkt braucht der Aufbau. Eine Spanne lässt sich nicht in die Gleichung einsetzen, nicht mit anderen Spannen addieren, nicht als Lösung in einem Schaubild ausweisen. Die Spanne zum Punkt zusammenzuziehen ist die technische Voraussetzung dafür, dass diese Wissenschaft bestehen kann.
Was dafür zu zahlen ist, steht schon in Mengers Beispiel. Die Spanne ist eine Spanne, weil es darauf ankommt, wer anwesend ist, wer Konkurrenten hat, wer es eiliger hat abzuschließen, wer warten kann und wer sich geirrt hat. Erst wenn all das eingeebnet ist, bleibt ein einziger Preis. Im sechsten Essay hieß es, die Jiaozi könnten nur gelten, weil hinter dem Papier jemand stand, der für sie eintrat. Hier kehrt sich die Lage um. Damit aus dem Preis ein Punkt wird, müssen die Menschen vor dem Papier einer nach dem anderen verschwinden. Ein anonymer Maßstab ist nicht von Natur aus anonym. Er wird dazu gemacht.
Das hat einen Preis. Er fällt nicht in der Theorie an, sondern in dem Augenblick, in dem ein Geschäft zustande kommt. Solange die Spanne noch da ist, gilt: Wer es eiliger hat, dem wird etwas mehr abverlangt. Wer warten kann, zahlt etwas weniger. Wer allein und ohne Hilfe dasteht, wird bis zum oberen Rand der Spanne gedrängt. Gerade dem letzten Vorgang hatten die Scholastiker im vierten Essay eine Grenze gezogen. Die Notlage des Käufers durfte nicht in den Preis des Verkäufers eingehen. Sobald aber die Spanne zum Punkt geworden ist, findet diese Grenze keinen Halt mehr. In der Theorie gibt es keine Spanne mehr, von der jemand sich etwas aneignen könnte.
5. Vierundzwanzig Franken
Walras ging am weitesten.
Sein Weg dorthin unterschied sich von dem der beiden anderen. Er hatte als Journalist gearbeitet, Geschäfte betrieben, eine Genossenschaftsbank gegründet und eine Zeitschrift namens Die Arbeit herausgegeben. Bank und Zeitschrift waren 1868 zusammengebrochen. 1870 ging er nach Lausanne und erhielt dort die Professur für Ökonomie. Die folgenden acht Jahre wurden zur produktivsten Zeit seines Lebens.
Anders als die beiden anderen ging er auch nicht vom Urteil eines Menschen über eine Sache aus. Er begann beim Ganzen. Es gibt nicht nur einen Markt. Die Märkte hängen zusammen: Der Weizenpreis zieht am Brotpreis, der Brotpreis am Lohn, der Lohn an allem anderen. Walras wollte wissen, wie diese einander beeinflussenden Preise überhaupt gleichzeitig bestimmt werden können. Forscher, die später seine Manuskripte ordneten, machten auf etwas aufmerksam, das häufig verkehrt herum erzählt wird. Er stieg nicht Stufe um Stufe vom Grenznutzen zum allgemeinen Gleichgewicht hinauf. Zuerst hatte er das Gerüst der miteinander verbundenen Märkte, an dem er über zehn Jahre lang arbeitete. Erst später fügte er den Begriff der Knappheit ein, der dem Grenznutzen nahekommt. Er brauchte ihn, um der Preisbestimmung noch ein ursächliches Bindeglied zu geben.
In seinem Buch steht ganz selbstverständlich ein Satz: Ein Hektoliter Weizen ist vierundzwanzig Franken wert. Ein solcher Satz, sagt er, beschreibe zugleich ein natürliches und ein mathematisches Phänomen. Daher lasse sich die Theorie des Tauschwerts als eine zugleich physikalische und mathematische Wissenschaft betreiben. Der Preis erscheint damit nicht mehr als Einigung zwischen dem Wollen des Käufers und dem Wollen des Verkäufers. Er erscheint als objektives Ergebnis, über das Knappheit, Nachfrage und Angebot gemeinsam bestimmen. Zwei Forscher, die Walras’ System untersuchten, bezeichneten diesen Markt mit den Worten: blinde und unpersönliche Kräfte.
Dann folgt jener Satz. Walras bestimmt einen Markt mit vollständiger Konkurrenz sinngemäß so: Auf einem solchen Markt ist der Tausch nicht deshalb richtig, weil jeder erhält, was ihm gebührt. Er ist richtig, weil alle Besitzer auf dem gesamten Markt zu demselben Verhältnis kaufen und verkaufen können und dadurch jeder seine Bedürfnisse so weit wie möglich befriedigt.
Diesen Satz sollte man zweimal Wort für Wort lesen. In ihm wird etwas ausgetauscht, und der Gründer selbst vollzieht den Austausch, ohne ihn zu verbergen. Was weicht, ist das Gebührende. Was an seine Stelle tritt, ist das gleiche Verhältnis. Das Gebührende richtet den Blick auf den Menschen: Wer ist er, was hat er getan, was steht ihm zu? Das gleiche Verhältnis richtet den Blick auf den Maßstab: Können auf diesem Markt alle zum selben Preis tauschen? Die gesamte Theorie wechselt ihre Bestimmung dessen, was richtig heißt, von der ersten zur zweiten Bedeutung.
Etwas zu ersetzen ist etwas anderes, als es zu bestreiten. Auf diesen Unterschied kommt es an. Bestreiten hinterlässt Streit, Streit hinterlässt Aufzeichnungen, und die Aufzeichnungen halten das Bestrittene weiter im Blick. Ersetzen hinterlässt nichts davon. Es sorgt bloß dafür, dass das frühere Wort im Haupttext nicht mehr vorkommt. Der Satz klingt trotzdem vollständig, liest sich glatt und scheint noch immer von derselben Sache zu sprechen.
Dieser Austausch schneidet zugleich in zwei Richtungen. Auf beiden Seiten trifft er auf etwas Hartes.
Auf der einen Seite steht das Gebührende. Die Frage, was einem Menschen zusteht, hängt mit Würde zusammen, mit Gerechtigkeit und damit, ob dieser Mensch als Zweck angesehen wird. Sie wird entfernt. Niemand hat sie widerlegt. Ein anderes Wort nimmt ihren Platz ein.
Auf der anderen Seite steht der gesellschaftliche Rang. Ein Preis für den Namen einer Familie, ein anderer für die Herkunft, ein dritter für den Glauben: Solche Ordnungen hatten in Europa über tausend Jahre bestanden. Auch auf sie schlägt der Satz vom gleichen Tauschverhältnis auf dem ganzen Markt wie ein Hammer ein. Der Markt fragt nicht, wer du bist. Er fragt, wie viel du bietest. Die Scholastiker im vierten Essay wollten den Preis wieder an den Wert binden. Ihre Gründe waren gut. Doch das Band blieb auch in anderen Händen ein Band. Es konnte einen Menschen ebenso gut seiner Herkunft wegen an einen bestimmten Preis fesseln. Anonymität kennt ihre Grausamkeit. Sie kennt auch ihre Befreiung. Beides sind Seiten desselben Satzes. Man kann nicht nur eine davon erzählen.
Walras’ System enthält noch einen Riss, den es aus eigener Kraft nicht schließen kann. Einerseits beharrt er darauf, dass Knappheit etwas Persönliches und Subjektives ist. Andererseits muss sie in die Gleichungen eingehen. Dafür muss man ihre Größen vergleichen und zusammenzählen können. Walras kann nicht beweisen, dass sich die Stärke eines menschlichen Bedürfnisses so messen lässt wie Länge und Zeit. Er nimmt an, dass es möglich sei, und rechnet weiter. Ein späterer Ökonom sprach es offen aus: Walras habe die betreffende Größe im Grunde lediglich als vorhanden vorausgesetzt und dann seine Mathematik weiterbetrieben.
Hier erscheint jener Satz aus dem fünften Essay erneut, diesmal auf der Ebene eines Fachs. Als Pacioli die Buchführung lehrte, ließ er einige Öffnungen bestehen: Das braucht nicht eingetragen zu werden. Das lässt sich später ergänzen. Das betrifft Privates. Der Abschluss wurde möglich, sofern man nicht fragte. Hier erhält die Bedingung eine vornehmere Form: Was sich auch auf Nachfrage nicht beantworten lässt, setzt man zunächst als gegeben voraus und rechnet weiter. Annahmen sind kein Betrug. Ohne sie kommt Wissenschaft nicht aus. Entscheidend ist, wo diese Annahme sitzt. Sie sitzt genau an der Naht zwischen dem Subjektiven und dem Objektiven, auf der Schwelle zwischen dem Inneren eines Menschen und dem Markt aller anderen.
Ein weiteres Detail gelangt fast nie in die Lehrbücher und wirft doch ein helles Licht auf das Ganze. Soll auf diesem vollkommen anonymen Markt tatsächlich ein Bündel von Preisen berechnet werden, bei denen sämtliche Märkte zugleich geräumt werden, muss jemand zuerst einen Preis ausrufen. Er muss sammeln, wie viel die Beteiligten zu diesem Preis kaufen und verkaufen möchten. Passen die Mengen nicht zusammen, muss er den Preis ändern und erneut ausrufen, sich immer weiter herantasten, bis es stimmt. Dieser Ausrufer steht in keiner Gleichung. Er hat keine Präferenzen, keine Knappheit, keine Budgetbeschränkung. Er beansprucht keine Zeile. Ohne ihn aber lässt sich das ganze Gleichungssystem nicht lösen. Eine Welt, die von blinden und unpersönlichen Kräften beherrscht sein soll, braucht in ihrer Mitte einen bestimmten Menschen, der die Preise ausruft.
6. Drei Bereiche
Den entscheidenden Schnitt setzte Walras selbst. Und er setzte ihn unmissverständlich.
Er teilte die Welt, die er untersuchen wollte, in drei Bereiche. Der erste war der Tauschwert. Er gehörte zur reinen Ökonomie und war das Feld seiner Gleichungen. Der zweite war das Gewerbe. Es gehörte zur angewandten Ökonomie. Der dritte war das Eigentum. Es gehörte zur Sozialökonomie. Fragen danach, ob die Verteilung gerecht sei, wies er diesem dritten Bereich zu.
Walras sprach also durchaus über Gerechtigkeit. Nur sprach er hier nicht über sie. Er brachte sie ins Zimmer nebenan. Und er hielt schriftlich fest, dass er sie dorthin gebracht hatte.
Diese Aufzeichnung bewahrte später manchen Leser vor einem Fehlurteil. Sobald ein Fach seine feste Gestalt hat, lesen Nachgeborene oft nur noch den Stoff seiner zentralen Lehrveranstaltungen. Die paar Seiten, auf denen der Gründer einst die Gebiete voneinander schied, bekommen sie nicht zu sehen. Wird so Generation um Generation unterrichtet, entsteht leicht der Eindruck, die reine Ökonomie spreche deshalb nicht über Gerechtigkeit, weil Gerechtigkeit mit Wirtschaft nichts zu tun habe. Tatsächlich hat jemand in einem bestimmten Jahr aus einem bestimmten methodischen Grund entschieden, sie in einem anderen Buch unterzubringen.
Eine Richtung der Forschung hat diesen Vorgang später genau gefasst. Nach dem Marginalismus wurde Verteilung im neoklassischen Sinn als Fortsetzung der Preistheorie der Endprodukte behandelt. Das klassische Verteilungsproblem dagegen, das mit institutionellen Formen und Regelordnungen zusammenhing, blieb außerhalb dessen, was die reine Wissenschaft erkennen sollte. Einfacher gesagt: Jener Teil des Wertes, der Würde, Gerechtigkeit, Macht und die Stellung eines Menschen innerhalb von Institutionen betrifft, war nicht aus der Welt verschwunden. Er gehörte nur nicht mehr in die Zuständigkeit des Kerns dieser Wissenschaft.
Was vor die Tür gesetzt wurde, lässt sich beim Namen nennen. Stück für Stück.
Klasse, Recht, Organisation, Brauch, Politik. Nichts davon wurde geleugnet. Man hielt es lediglich nicht für etwas, das die Theorie der Gleichgewichtspreise zu beantworten hatte.
Diese Dinge hörten keineswegs auf zu wirken. Die Fabrikgesetze wurden weiter geändert, die Zünfte weiter aufgelöst, Land wechselte weiter den Besitzer, und über Zölle stritt man weiter im Parlament. Nur traten all diese Dinge nun in einer anderen Eigenschaft in der Ökonomie auf. Sie waren keine Gegenstände mehr, die man erklären musste. Sie waren gegebene Bedingungen. Gegeben heißt: Man fragt nicht, woher etwas kommt, weshalb es gerade so beschaffen ist oder ob es sich morgen ändern wird. Man trägt es als Zahl ein und beginnt zu rechnen.
Auch die Zeit blieb draußen. Ein Forscher fasste den neuen Mittelpunkt der Fragen mit Preisbildung und Allokation zusammen. Da dieser Rahmen das Angebot an Produktionsfaktoren als gegeben voraussetzte, blieb eine ganze Klasse von Fragen liegen: Wie verändern sich Menge und Qualität der produktiven Ressourcen im Lauf der Zeit? Der Ökonom aus dem neunten Essay, der Smith später auf eine dünnere Fassung herunterlas, sagte in seinem Rückblick auf die Geschichte der Nutzentheorie etwas Ähnliches. Walras’ Theorie sei in einer Richtung allgemeiner als diejenige in Ricardos Tradition. Weil sie aber das Arbeitsangebot als gegeben behandle, sei sie in einer anderen Richtung enger.
Draußen blieben auch der an bestimmte Menschen gebundene Tausch und Kredit. Mengers Pferd hatte daran erinnert, dass ein wirklicher Preis zunächst eine Spanne sein kann, abhängig davon, wer da ist, wer es eiliger hat und wer sich irren kann. Auch das blieb vor der Tür.
Nun lässt sich das Verfahren des Aufbaus erkennen. Es ist eines, das in den ersten neun Essays noch nicht vorkam.
Im zweiten Essay traf der Aufbau auf Schulden, die nicht zurückgezahlt werden konnten. Eine Urkunde höheren Ranges musste ihn von außen lockern. Im vierten traf er auf moralische Schranken, die nicht weichen wollten. Er gab dem Vorgang einen anderen Namen und machte weiter. Im fünften traf er auf Spalten, die er genau vermessen konnte, aber nicht genauer ansehen wollte. Er fragte nicht nach. Im siebten traf er auf Menschen, die sich nicht auf ein gemeinsames Maß bringen ließen. Er schrieb sie zu Zahlen um, die in die Kosten eingerechnet werden konnten.
Hier folgt das fünfte und bequemste Verfahren. Nichts wird aufgenommen, nichts geleugnet, nichts umbenannt. Man zieht bloß die Grenze ein Stück nach innen und erklärt die ausgeschlossenen Dinge für fachfremd.
Bequem ist das, weil der Aufbau sich nicht mehr unmittelbar mit dem Rest befassen muss. Die ersten vier Verfahren räumten noch ein, dass er im Buch stand. Sie behandelten ihn nur verschieden. Das fünfte räumt ihm keinen Eintrag mehr ein. Was nicht im Rechnungsbuch steht, kann die Rechnung selbstverständlich nicht aus dem Gleichgewicht bringen.
Drinnen ging die Rechnung nun tatsächlich auf. Sie ging makellos auf, denn alle Posten, die sie hätten stören können, standen nicht mehr in diesem Buch. Der Abschluss ist möglich, wenn man das Unbeantwortbare vor die Tür setzt und anschließend annimmt, dort draußen sei nichts.
Um das Gewicht dieses Satzes zu verstehen, muss man darauf achten, worauf sich die Grenzziehung richtet. In den früheren Essays lagen die Gegenstände, die der Aufbau zurechtrückte, außerhalb seiner selbst: eine Schuld, eine Währung, eine Gruppe von Menschen, ein Stück Land. Hier richtet er sich selbst zurecht. Er verändert seinen eigenen Zuständigkeitsbereich. Ein Aufbau, der seine Grenzen ändern kann, vermag sehr viel mehr als einer, der nur immer stärker presst. Er braucht sich mit dem Rest nicht mehr abzumühen. Es genügt, ihn außerhalb der Zuständigkeit unterzubringen, und schon steht beim Rest im Buch eine Null. Auf null steht das Buch. Nicht die Welt.
Das Schwierigste an diesem Verfahren ist, dass es nicht heuchlerisch ist. Nach der Grenzziehung wird drinnen tatsächlich alles sauberer. Es wird berechenbar und lässt sich der nächsten Generation beibringen. Der Gewinn ist wirklich.
7. Der späte Sieg
Diesen Gewinn muss man ohne Abstriche benennen. Sonst zählt alles Folgende nicht.
Die Grenznutzenlehre lässt sich weiter anwenden als die klassische Werttheorie. Ökonomen, die auf diese Geschichte zurückblickten, wiesen darauf hin, dass sie auch Dinge behandeln konnte, die sich nicht erneut herstellen lassen: ein altes Gemälde, ein Grundstück in einer bestimmten Lage, ein Stück, das es nur einmal gibt. Für solche Dinge hatte die ältere, auf den Produktionskosten aufgebaute Theorie immer nur schwer einen Platz gefunden. Die neue Lehre konnte auch die kurzfristigen Preise reproduzierbarer Güter erklären. Und gerade die kurze Frist ist der Zeitraum, in dem Menschen tatsächlich kaufen und verkaufen. Walras ging noch weiter. Er verband mehrere Märkte zu einem Gleichungssystem und versuchte zu zeigen, wie ein ganzes Gefüge relativer Preise gleichzeitig bestehen kann. Die Wahl der Verbraucher, die Entscheidungen der Produzenten, die Entlohnung der Produktionsfaktoren, die Räumung der Märkte: Zum ersten Mal ließen sie sich in verwandten Sprachen beschreiben. Das ist keine Kleinigkeit. Hier gewann ein Fach seine gemeinsame Grammatik.
Der Gewinn dieser gemeinsamen Grammatik reicht bis in die Gegenwart. Der weitaus größte Teil der wirtschaftlichen Debatten, die man heute lesen kann, spricht unabhängig vom jeweiligen Standpunkt noch immer in der Sprache jener Generation: Grenzbetrachtung, Gleichgewicht, Allokation, Elastizität, Opportunitätskosten. Selbst wer diesen Rahmen kritisiert, muss erst lernen, sich in ihm auszudrücken, damit andere verstehen, was er an ihm kritisiert.
Hinzu kam ein anderer Gewinn: wissenschaftliches Ansehen. Durch die Mathematisierung sah die Ökonomie den Naturwissenschaften ähnlicher. Zugleich war das späte neunzehnte Jahrhundert die Zeit, in der sich ein Fach nach dem anderen professionalisierte. Es entstanden Gesellschaften, Zeitschriften, Lehrstühle und Studienpläne. Unter solchen Bedingungen verbreitet sich eine formalisierte Sprache am schnellsten. Mit ihr lässt sich gut prüfen und begutachten. Mit ihr lässt sich entscheiden, wer richtig gearbeitet hat.
Doch der Sieg kam langsam. So langsam, dass dies selbst einer Erklärung bedarf.
Die 1870er Jahre waren kein Triumphzug der neuen Lehre. Manche Forscher betonen, wie außerordentlich schleppend sie vorankam. Mindestens eine Generation brauchte sie. Bei den drei Gründern zeigt sich das deutlich. Jevons’ kurze Schrift von 1862 fand in den folgenden neun Jahren nahezu keine Beachtung. Mengers kleines Buch stieß im deutschen Sprachraum auf die kühle Zurückhaltung der Historischen Schule. Walras blieb über Jahre in Lausanne, verschickte seine Bücher an Kollegen und erhielt kaum Antworten.
Auch die Zusammenfassung der drei unter einem gemeinsamen Namen kam erst später. Nach 1889 trug Walras selbst dazu bei, die Vorstellung von den gemeinsamen Entdeckern zu verbreiten. Er stellte die beiden anderen neben sich in eine Reihe. 1890 veröffentlichte Marshall seine Grundsätze der Volkswirtschaftslehre. Er nähte die marginale Analyse und das klassische Erbe zu einer Synthese zusammen, die sich lehren und verbreiten ließ und die Studenten im Hörsaal annehmen konnten. Sein berühmtes Bild lautet: Zu fragen, ob Angebot oder Nachfrage den Wert bestimme, sei wie die Frage, ob das obere oder das untere Blatt einer Schere das Papier zerschneide. Der Vergleich leuchtete ein und wirkte beruhigend. Beide Seiten, die alte wie die neue, konnten sich darin wiederfinden, ohne sich widerlegt zu fühlen.
Andere Forscher richteten den Blick aus der entgegengesetzten Richtung noch weiter zurück. Die Bauteile der Revolution seien längst in der klassischen Tradition vorhanden gewesen. Mill und Cairnes hätten das meiste, was zum Durchbruch nötig war, bereits in der Hand gehabt. Nur hätten sie, gefangen in Ricardos Art des Fragens, die letzten Schritte nicht getan. Vorstellungen vom abnehmenden Nutzen waren in England sowohl in den 1830er als auch in den 1850er Jahren aufgetaucht. Schon 1838 hatte Cournot Marktgleichgewicht und Nachfragefunktion auf ein beträchtliches formales Niveau gebracht. 1854 veröffentlichte Gossen ein Buch über die Gesetze des menschlichen Tauschs, das später als unmittelbarer Vorläufer der Grenznutzentheorie galt. Jevons kannte es beim Schreiben nicht. In seiner ersten Ausgabe wies er eigens darauf hin, dass das Britische Museum dieses Buch erst 1865 erworben hatte.
Eine weitere Richtung der Forschung zerlegt schon die Behauptung, es habe sich um ein und dieselbe Revolution gehandelt. Die Werkzeuge der drei Männer hätten einander geähnelt, nicht aber die gedanklichen Gefüge dahinter. Walras allein baute das Gerüst des allgemeinen Gleichgewichts. Menger betonte das Diskrete, die Verhandlung und die Ungewissheit. Jevons trieb die marginale Untersuchung von Verbrauch und Tausch am weitesten, legte jedoch nie eine vollständige Gesamttheorie der Wirtschaft vor. Ein Ökonom, der die drei 1934 erneut las, schrieb, wer ihnen näherkomme, könne kaum zufrieden damit sein, dass man sie einer einzigen Gruppe zurechne.
Nimmt man all dies zusammen, ergibt sich etwas, das zunächst gegen die Erwartung geht. Ein beträchtlicher Teil jener Revolution wurde erst im Nachhinein erzählt. Die drei Männer wurden nicht deshalb in dieselbe Ahnenreihe aufgenommen, weil sie dasselbe getan hätten. Das spätere Fach brauchte einen Anfang. Es brauchte eine Herkunft, die sich in sein erstes Kapitel schreiben ließ.
Der Aufbau verdichtet nicht nur die Dinge. Er verdichtet auch seine eigene Herkunft. Aus einem Prozess von rund zwanzig Jahren, dessen Beteiligte nichts voneinander wussten und in verschiedene Richtungen gingen, macht er ein Jahr, einen Namen und drei Männer in einer Reihe. Es ist dieselbe Verdichtung, die er am Wert vornimmt. Nur richtet sie sich diesmal auf ihn selbst.
Gerade deshalb lässt sich diese Geschichte nach Lage der Zeugnisse nicht als Sieg der Wahrheit über den Irrtum erzählen. Wäre es so einfach gewesen, hätte es keine Generation gebraucht. In den 1860er Jahren gab es keine Krise, die zwingend nach einem neuen Ausweg verlangte. Die Historische Schule breitete sich damals aus. Auch sie war ein Weg, der sich weiterentwickelte. Der Marginalismus gewann am Ende weniger deshalb, weil er die alten Fragen richtig beantwortet hätte, als deshalb, weil er sie durch jene Fragen ersetzte, die er beantworten konnte. Die Professionalisierung des Fachs bot diesem Wechsel den passenden Boden. Die Struktur verschaffte ihm einen Vorteil. Sie traf nicht die Entscheidung für ihn.
8. Andere Türen
Was vor die Tür gesetzt worden war, verschwand nicht. Es nahm nur einen anderen Eingang.
Der früheste Widerspruch ist vier Jahre älter als die Revolution selbst. 1867 schrieb Marx im ersten Band des Kapitals, in der Warenwelt nehme ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis zwischen Menschen die phantasmagorische Gestalt eines Verhältnisses zwischen Dingen an. Die Schärfe dieses Satzes richtet sich genau gegen das Verfahren, Wert als Tauschverhältnis zwischen Dingen zu schreiben. Marx leugnet den Preis nicht. Er beharrt darauf, dass die Preisform die gesellschaftlichen Beziehungen hinter ihr verdeckt und ihrerseits die Menschen beherrscht, die in ihnen leben.
Die zeitliche Reihenfolge ist wichtig. Der Einwand war keine Reaktion auf den Marginalismus. Er war schon vor jener Grenze da. Die Grenze wurde also nicht gezogen, weil niemand widersprach. Vielmehr stellte man, nachdem sie gezogen war, den Widerspruch nach draußen. Drinnen wurde es still. Stille bedeutet nicht, dass eine Frage gelöst ist.
Daneben lässt sich der entgegengesetzte Fall aus dem achten Essay stellen. Dort presste der Aufbau den Menschen vollständig in die Ebene des Preises. Es gelang ihm außerordentlich gut. Gerade deshalb machte der Erfolg sichtbar, dass mit ihm nichts gewonnen war. Hier gab der Aufbau sich weniger Mühe. Er presste das, was draußen stand, nicht flach. Er schloss nur die Tür. Eine Tür zu schließen ist erheblich bequemer, als alles einzuebnen. Die Folge aber bleibt dieselbe: Der Rest wird nicht kleiner. Er wird nur nicht mehr verzeichnet.
Eine zweite Rückkehr erfolgte mehr als sechzig Jahre später. 1936 brachte Keynes im zwölften Kapitel seiner Allgemeinen Theorie einen ganzen Teil dessen zurück, was hinausgedrängt worden war: Zeit, Erwartungen, Konventionen, die Psychologie der Menge. Urteile über langfristige Erträge, schrieb er, beruhten zum Teil auf bekannten Tatsachen. Für den anderen Teil bleibe nur, die Zukunft mit größerer oder geringerer Zuversicht abzuschätzen. Wo Menschen einander beobachten und nachahmen, entstehe eine gängige Einschätzung, der schließlich alle folgten. Zumindest bei der Bewertung von Vermögensgütern und bei Investitionsentscheidungen ergibt sich der Preis somit nicht geräuschlos aus vorgegebenen Präferenzen und vorgegebener Technik. Er hängt davon ab, wie man sich die Zukunft vorstellt, was man über die anderen vermutet und ob das Vertrauen eines Tages plötzlich zusammenbricht.
Das Dritte war nie fortgegangen. Mengers Pferd wird noch immer jeden Tag verkauft. Jedes wirkliche Geschäft kommt weiterhin innerhalb einer Spanne zustande. Es hängt weiter davon ab, wer da ist, wer es eiliger hat, wer andere Möglichkeiten besitzt und wer sich geirrt hat. Die Theorie hat die Spanne zum Punkt zusammengezogen. Der Markt hat es nicht getan.
Nebeneinandergestellt zeigen diese Dinge eine gemeinsame Eigenschaft. Sie haben genaue Namen, und die Fragen, die sie stellen, lassen sich genau benennen: Institutionen, Zeit, Kredit, Verhandlung, Gerechtigkeit. Nichts davon ist ein unbestimmter humanistischer Überrest. Nichts wurde beiseitegelegt, weil es sich nicht klar denken ließ. Gerade seine Klarheit führte dazu. Sie war so groß, dass die Rechnung drinnen niemals hätte aufgehen können, solange diese Dinge dort blieben.
Im Innersten dieser Reihe von Namen liegt noch etwas, das am schwersten unterzubringen ist. Menger sagte, Wert bestehe nicht außerhalb des menschlichen Bewusstseins. Das Fach verstand die erste Hälfte dieses Satzes. Es verlegte den Wert ins Subjekt. Dann stellte es an dieses Innere eine Forderung: Nenne eine Zahl. Was sich beziffern ließ, wurde zum Preis, kam in die Gleichung, kam ins Lehrbuch. Der Teil, der keine Zahl nennen konnte, wurde nicht vernichtet. Er zählte nur fortan nicht mehr.
Der bezifferbare und der nicht bezifferbare Teil eines Menschen unterscheiden sich nicht wie ein Mehr und ein Weniger. Der erste lässt sich beziffern, weil ein anderer Mensch an seine Stelle treten kann. Dieselbe Zeit, dieselbe Kraft, dieselbe Fertigkeit: Wer es tut, ist gleich, und deshalb hat es einen Preis. Der andere Teil lässt sich nicht beziffern, weil er nicht austauschbar ist. Er ist dieser eine Mensch und kein beliebiger anderer. Austauschbarkeit ist die Voraussetzung dafür, dass ein Preis bestehen kann. Im Nichtaustauschbaren nimmt etwas anderes Gestalt an.
Ebenso wenig ist das eine wahr und das andere falsch. Der Preis ist innerhalb des Marktgefüges ein gültiger Messwert. An seiner Stelle ist er genau. Der Lohn einer Stunde lässt sich tatsächlich berechnen. Der Preis, zu dem eine Warenpartie gehandelt wurde, existiert tatsächlich. Der Irrweg beginnt an einer einzigen Stelle: wenn man diesen Messwert für eine vollständige Aussage über den Menschen hält. Der Messwert hat nicht gelogen. Er hat bloß nicht so viel zu sagen. Wer ihn hört, glaubt jedoch, er habe bereits alles gesagt.
Immer wieder versucht der Aufbau, auch den nicht austauschbaren Teil austauschbar zu machen. Immer wieder legt er ein sauberer geführtes Rechnungsbuch vor. Jener Teil ist nie darin aufgegangen. Er wurde nur immer wieder über den Rand des Buches hinausgeschoben.
Die marginalistische Revolution vollzog dieses Verfahren mit größtmöglicher Offenheit. Sie tat es nicht heimlich. Sie tat es öffentlich und gab Gründe dafür an. Die Gründe waren sogar gut: Was in diese Sprache nicht eingehen kann, lässt sich mit dieser Sprache nicht verlässlich erörtern. Innerhalb eines Fachs ist dagegen kaum etwas einzuwenden. Der einzige Fehler liegt darin, dass die Welt sich nicht nach Fächergrenzen ordnet.
Ein Fach kann entscheiden, welche Spalten es in seinem Rechnungsbuch anlegt. Es kann bestimmen, welche Zahlen zählen und welche nicht eingetragen werden müssen. Es kann nicht entscheiden, wie viele Spalten die Welt insgesamt hat. Was keine eigene Spalte bekommen hat, hört deshalb nicht auf zu geschehen. Es sammelt sich außerhalb des Buches, immer mehr, bis eines Tages auch drinnen die Zahlen nicht mehr zusammenpassen. Dann muss das Fach zurückgehen und sich dessen, was es einst hinausverwiesen hat, Stück für Stück wieder annehmen. Neue Spalten anlegen, neu eintragen, noch einmal rechnen.
Die Rechnung geht noch immer nicht auf. Und das Buch wird weitergeführt.
Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der Argumentation und Quellen des chinesischen Originals, für deutschsprachige Leser neu komponiert. 中文・English