Zehn Menschen beraten, die Meinungen gehen auseinander, am Ende heißt es: Wir haben entschieden. Gelingt der Plan, sollen sich alle damit identifizieren. Scheitert er, hatte angeblich niemand genug Einfluss, um verantwortlich zu sein.

Beratung ist wertvoll, weil sie Wissen verteilt und blinde Flecken sichtbar macht. Sie macht aber nicht alle Beteiligten zu gleichen Mitentscheidern, wenn einige weder ablehnen noch die endgültige Option verändern konnten.

Macht zu benennen schwächt das Team nicht. Ein Satz wie „Ich habe euch gehört und so entschieden; diese Gründe waren ausschlaggebend“ ist respektvoller als eine erfundene Einstimmigkeit.

Eine wirklich gemeinsame Entscheidung braucht dagegen ein Verfahren. Wessen Stimme zählt wie, was geschieht bei Uneinigkeit, und woran sind alle danach gebunden? Ohne Regeln tarnt das Wort Team häufig informelle Hierarchie.

Verantwortung darf weder heimlich konzentriert noch in der Gruppe aufgelöst werden. Viele können beitragen; die entscheidende Person oder Instanz muss erklären, lernen und gegebenenfalls für Korrektur sorgen.