In großen Organisationen wandert eine Entscheidung. Sie entsteht in einer Sitzung, wird zur Kennzahl und erreicht schließlich Menschen, die Schichten ändern, schlechte Nachrichten überbringen oder beschädigte Beziehungen reparieren müssen.
Entscheiden heißt nicht, alles selbst auszuführen. Es heißt aber, für die Wirkungen erreichbar zu bleiben: Rückmeldungen anzuhören, Abwägungen zu erklären, Fehlentwicklungen zu korrigieren und vorhersehbare Verluste öffentlich zu vertreten.
Fehlt diese Rückkopplung, lernt Macht schlecht. Gute Ergebnisse steigen als Beweis kluger Führung nach oben; schlechte sinken als Ausführungsfehler nach unten. Der ursprüngliche Beschluss wird gegen Erfahrung abgeschirmt.
Folgen näher heranzuholen bedeutet nicht, Entscheider zu demütigen. Es stellt die Verbindung wieder her: betroffene Teams treffen, Wirkungen über Zeit verfolgen und vorab festlegen, wann eine Entscheidung überprüft wird.
Führung braucht nicht nur den Mut, unter Unsicherheit zu entscheiden. Sie braucht den Mut, nach der Entscheidung sichtbar zu bleiben. Vertrauenswürdige Autorität behält ihren Namen, wenn die Rechnung eintrifft.