Revolutionary Girl Utena lesen
Fünf Essays setzen bei der Duellregel an, nach der die siegreiche Person Anthy mitnehmen darf. Sie fragen, wie Schweigen den Willen verdeckt, statt ihn offenzulegen, wie eine Million Schwerter eine Rolle aufrechterhält und was es mit dem Tor auf sich hat, das Utena für Anthy öffnet, ohne deren Weg hinaus für sie vollenden zu können.
Revolutionary Girl Utena macht aus Metaphern eine Schulordnung mit Stundenplan, Uniformen und festgelegten Abläufen. Ein Schüler kann einen anderen Menschen im Duell gewinnen. Ein Schwert lässt sich aus einem Körper ziehen. Ein Prinz kann einem Mädchen den „besten Platz“ geben, ohne es je zu fragen, ob es dort leben möchte.
Diese fünf Essays bleiben dicht bei den konkreten, am Werk überprüfbaren Handlungen der Fernsehserie. Sie legen die Bilder nicht auf eine einzige Bedeutung fest. Die Rosenbraut ist eine Rolle, die erlitten und immer wieder gespielt wird, bevor sie schließlich zu dem Platz wird, den Anthy aus eigenem Entschluss verlässt. Die Reihe verrät die gesamte Handlung der 39-teiligen Fernsehserie von 1997. Der Kinofilm von 1999 gehört nicht zu ihrem Gegenstand.
- 1 / 5Wer gewinnt, darf sie mitnehmenEine Schule. Irgendwo auf dem Gelände gibt es ein Tor. Dahinter führt eine lange Wendeltreppe hinauf, und an ihrem Ende liegt eine Duellarena. Zwei Schüler stehen einander gegenüber. Beide haben eine Rose an der Brust.
- 2 / 5Sie hat dazu keine MeinungUtena sagt zu Anthy: Du musst nicht tun, was ich sage. Anthy antwortet: Gut. Das ist das Grundmuster ihres Zusammenlebens. Es hält sich über mehr als dreißig Folgen.
- 3 / 5Die SchwerterErst im späteren Verlauf erzählt die Serie, warum Anthy diese Rolle innehat. Die Geschichte liegt weit zurück.
- 4 / 5Der Platz, den er ihr gibtFolgen achtunddreißig und neununddreißig. Utena und Anthy sind vor dem Rosentor angekommen. Sie halten einander an den Händen, ganz fest. Dann erscheint Akio Ohtori.
- 5 / 5Sie geht selbst hinausFolge neununddreißig. Das Duell ist vorbei. Die Schule kehrt zum Alltag zurück. Die Mitglieder des Schülerrats leben weiter wie bisher. Unterricht, Arbeitsgemeinschaften, Gerede auf den Fluren. Nichts hat sich verändert.