Literatur und Kultur · Nahoko Uehashis Kōkun
Kōkun lesen
Über Fülle, Institution und ein Hören, das aus Einsamkeit entsteht
Das Reich in Kōkun herrscht nicht nur durch Zwang. Es beseitigt Hunger mit einem Wunderreis, stiftet Ordnung durch eine lebende Göttin und behandelt Natur als verwaltbare Ressource. Wohltat und Herrschaft nehmen dieselbe Gestalt an; gerade der Erfolg des Systems macht einen Ausgang schwer vorstellbar.
Die drei Essays folgen dem Ohalre-Reis, dem Amt der Kōkun und schließlich der fünfzehnjährigen Aisha, die chemische Signale von Pflanzen wie Stimmen wahrnimmt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was von Freiheit übrig bleibt, wenn Bequemlichkeit Alternativen vernichtet, eine Rolle die Person verschlingt und entscheidende Signale in keiner Verwaltungskategorie vorkommen.
- Essay 1 von 3Eine Fülle ohne AusgangDer Reis, der den Hunger beendet, wird zum dauerhaftesten Herrschaftsmittel des Reiches.
- Essay 2 von 3Das vergöttlichte WerkzeugDie heiligste Frau des Reiches ist zugleich die Person, der das eigene Leben am vollständigsten genommen wurde.
- Essay 3 von 3Wenn Einsamkeit zu Licht wirdAisha rettet die Welt nicht mit einer Superkraft; sie eröffnet anderen die Möglichkeit, wieder zu hören.