Eine Tat nicht bejahen können
Der entlassene Diener sitzt im verfallenen Rashōmon zwischen Verhungern und Räuberdasein. Kraft, Schwert und Gelegenheit besitzt er. Ihm fehlt nicht Handlungsfähigkeit, sondern der Mut, das Räuberwerden zu bejahen. Eine Begründung überwindet das Böse nicht; sie benennt es als etwas anderes.
Die Alte liefert eine Position
Oben reißt eine alte Frau Toten Haare aus. Der Diener empfindet Abscheu und steht plötzlich auf der Seite des Guten. Sie erklärt, aus den Haaren Perücken machen zu müssen; die Tote habe Schlangenfleisch als Trockenfisch verkauft. Überleben mache beides entschuldbar.
Eine aufgehobene Lizenz
Nach dieser Rede entsteht genau der zuvor fehlende Mut in Gegenrichtung. Der Diener raubt ihr den Kimono und verwendet ihren Satz: Auch er müsse es tun, um nicht zu verhungern. Die Alte wollte nur sich verteidigen und stellte unwissentlich die Lizenz für die nächste Tat aus.
Die Ausstellerin als erstes Opfer
Der Diener fiel nicht schlicht vom Guten zum Bösen. Erst brauchte er die Alte als böse Figur, dann als gleichen Überlebenden; beide Positionen gab sie ihm. Seine Lizenz trifft zuerst die schwächste Person vor ihm. Wer Menschen zu gleichen Überlebenseinheiten herabstuft, löscht ihr eigenes Recht auf Einspruch.