PSYCHO-PASS lesen
Die fünf Essays beginnen bei der Frage, wie aus einem verletzten Menschen ein neu eingestuftes Ziel wird. Von dort führen sie über berufliche Eignung und das aus kriminell asymptomatischen Menschen bestehende Sibyl-System zu Makishima, der Freiheit in ein Experiment verwandelt, und schließlich zu Akane Tsunemori: Warum bleibt sie drinnen, obwohl sie die Wahrheit kennt?
PSYCHO-PASS entwirft eine Gesellschaft, in der sich der psychische Zustand fortlaufend in Zahlen fassen lässt. Sibyl empfiehlt Berufe, überwacht den Farbton, ermittelt Kriminalitätskoeffizienten und entscheidet, ob die Dominatoren in den Händen des Amts für öffentliche Sicherheit schießen dürfen. Seine Macht beruht nicht nur auf Strafe. Sie beruht auch darauf, dass die Beschreibung der Wahl zuvorkommt: Du bist der Mensch, der für diese Arbeit geeignet ist. Du bist jetzt der Mensch, vor dem die Gesellschaft sich schützen muss.
Die fünf Essays folgen der ersten Fernsehstaffel von Akanes erstem Einsatz bis zu ihrer Rückkehr in dasselbe Büro, nachdem sie Sibyls Geheimnis erfahren hat. Sie fragen, was ein Zahlenurteil ausblendet, weshalb wohlmeinende Ratschläge tiefer in ein Leben eingreifen können als Verbote und wie jemand Herrschaft zutreffend kritisieren und sie zugleich im Namen der Freiheit reproduzieren kann.
Die 22 Folgen der ersten Fernsehstaffel bilden den Haupttext dieses Essayzyklus. Gesamtregie: Katsuyuki Motohiro. Regie: Naoyoshi Shiotani. Storykonzept: Gen Urobuchi. Animation: Production I.G. Spoiler zur gesamten Staffel.
- 1 / 5Erst wird sie verletzt, dann zum Ziel erklärtIn der Ecke einer verlassenen Fabrik kauert eine Frau. Ihre Kleider sind zerrissen, ihr Gesicht ist blutig. Der Mann, der sie entführt und geschlagen hat, liegt überwältigt am Boden. Hilfe ist da. Nach allem, was man unter gesunde
- 2 / 5Es sagt dir, wofür du geeignet bistDrei junge Frauen sitzen bei einem Drink zusammen und reden über die Arbeit. Eine hat gerade angefangen und beschwert sich über die vielen Regeln im neuen Betrieb. Eine ist beruflich viel auf den Beinen: anstrengend, sagt sie, abe
- 3 / 5Es besteht aus den Menschen, die es nicht messen kannDas Gebäude des Wohlfahrtsministeriums wird angegriffen. Die Kriminalabteilung teilt sich auf, um es zu durchsuchen. Ein Vollstrecker steigt allein ins Untergeschoss hinab.
- 4 / 5Fast alles, was er sagt, stimmtJemand reicht einem anderen etwas, tritt beiseite und schaut zu. Kaum eine Bewegung vollführt Shogo Makishima in dieser Geschichte häufiger. Er reicht ein Messer weiter, ein Werkzeug, Informationen oder eine Gelegenheit, nach der
- 5 / 5Sie bleibt drinnenEin Getreidefeld, so weit das Auge reicht. Akane Tsunemori hat Shinya Kogami endlich eingeholt. Als Erstes nimmt sie ihm das Messer aus der Hand und gibt ihm einen Dominator. Die Waffe ist auf Betäubung festgelegt: Sie kann einen