Weltliteratur · Orhan Pamuks Rot ist mein Name
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Blickpunkt, Stil und die unauslöschliche Spur des Einzelnen
Pamuk setzt einen Mord an die Kreuzung zweier Sehweisen: Die osmanische Miniatur sucht eine Erinnerung jenseits des einzelnen Auges, das venezianische Porträt bekennt sich zum besonderen Standort von Maler und Modell.
Vier Essays folgen dem Toten im Brunnen, dem Stil als angeblichem Fehler, den verräterischen Nüstern eines Pferdes und jenem Bild des Glücks, das Şeküre nicht malen lassen kann.
- Essay 1 von 4Ein Toter sprichtDie neunundfünfzig Kapitel verschieben fortwährend die Position des Ichs und antworten so formal auf den Streit um Perspektive.
- Essay 2 von 4„Stil ist ein Fehler“Tradition bewahrt die Sprache vieler Generationen; problematisch wird sie, wenn auch die Spur des vollendeten Meisters verboten bleibt.
- Essay 3 von 4Die Nüstern des PferdesDer Mörder versteckt sich in anonymer Tradition und wird durch ein unbeabsichtigtes Detail seiner Hand erkannt.
- Essay 4 von 4Das Bild, das es nicht gibtŞeküres Glück passt in keine der beiden Bildtraditionen; deshalb wählt sie eine Erzählung, deren Verzerrung sie offen einräumt.