Nach Niederlage, Zurückweisung oder Verlust sagen Eltern rasch: „So schlimm ist es nicht“, „Nächstes Mal klappt es“. Sie wollen die Welt wieder erträglich machen.

Doch manchmal braucht vor allem der Erwachsene die schnelle Besserung. Er erträgt die eigene Hilflosigkeit oder die traurige Stimmung nicht; das Kind beginnt dann, den Tröstenden zu beruhigen.

Begleiten heißt nicht, jede Deutung zu bestätigen oder jedes Verhalten zu erlauben. Tatsachen und Grenzen können später besprochen werden. Das Gefühl muss dennoch nicht sofort korrigiert werden.

Fragen helfen: Willst du reden, allein sein, etwas essen, soll ich dableiben? Bei anhaltenden gefährlichen Veränderungen gehört professionelle Hilfe gesucht.

Erholung ist keine Leistung für die Familie. Sie ist der Prozess, in dem das Kind ein Ereignis neu einordnet und im eigenen Tempo wieder handeln kann.