Non Dubito
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NON DUBITO · Architektur · Westliche Architektur

Die Hagia Sophia: Wie sich ein Zentrum zu beiden Enden entfaltet

Beginnen wir unterhalb der zentralen Kuppel, nicht an ihrem höchsten Punkt.

In diesem Essay
Zentralkuppel, Halbkuppel und zweigeschossige Kolonnaden der Hagia Sophia; Innenansicht im Museumsprospekt von 2019.
Zentralkuppel, Halbkuppel und zweigeschossige Kolonnaden der Hagia Sophia; Innenansicht im Museumsprospekt von 2019. Bildnachweis: In der angeführten Quelle ist kein Fotograf genannt. Quelle / vollständiges Bild. Eine Genehmigung zur Wiedergabe wurde nicht eingeholt.Gebäude und Abbildungen auf der offiziellen Seite ansehen ↗

Beginnen wir unterhalb der zentralen Kuppel, nicht an ihrem höchsten Punkt.

Auf einem Innenfoto in einem älteren Museumsfaltblatt des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus nimmt die große Kuppel die obere Bildmitte ein. Ihren unteren Rand umgibt ein Ring heller Fenster. Blickt man in die Tiefe des Bildes, folgt unter diesem Fensterring ein großer Bogen, dahinter erstreckt sich eine Halbkuppel weiter in den Raum. Auch dort, wo die Wölbung abfällt, endet der Raum noch nicht: Kleinere Bögen, gekrümmte Flächen und die Apsis setzen ihn in die Ferne fort. Links und rechts zeigt sich dagegen etwas anderes. Über zweigeschossigen Säulenstellungen stehen hohe Fensterwände innerhalb der großen Bögen; ähnlich breite, nach außen gewölbte Halbkuppeln fehlen hier. Innenaufnahme auf der ersten Seite des älteren Faltblatts

Damit stellt die Hagia Sophia eine sehr konkrete räumliche Frage: Warum besitzt die gesamte Halle eine so ausgeprägte Längsrichtung, obwohl die zentrale Kuppel derart hervortritt? Die Antwort liegt rings um sie. Die vier großen Bögen unter der Kuppel schließen nicht auf dieselbe Weise an die äußeren Bereiche an. Seitlich zieht die Architektur deutlichere Grenzen; entlang der Längsachse dehnt sie das Zentrum zu beiden Enden aus.

Der Bau liegt im heutigen Istanbul und war ursprünglich eine Kirche in Konstantinopel, der Hauptstadt des Oströmischen Reiches. Er gehört zur gewöhnlich als byzantinisch bezeichneten Architektur. Der erhaltene Hauptbau wurde auf Befehl Justinians I. nach den Entwürfen von Anthemios und Isidoros zwischen 532 und 537 errichtet. Nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels 1453 wurde er zur Moschee, 1935 als Museum eröffnet und 2020 wieder als Moschee in Gebrauch genommen. Das eingangs betrachtete Faltblatt entstand 2019 und dokumentiert die vorhergehende Museumsphase. Baugeschichtliche Einführung des Metropolitan Museum of Art; Geschichtsdarstellung des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus; UNESCO- und ICOMOS-Missionsbericht, Seite 35

Vier große Bögen, zwei Arten der Entfaltung

Der Grundriss auf der zweiten Seite des Faltblatts legt Beziehungen offen, die im Foto von Schmuck und Perspektive überlagert werden. Eingang und zwei querliegende Vorräume befinden sich unten, die Apsis oben. In der Mitte umschließen vier kräftige schwarze Pfeiler den großen Raum unter der zentralen Kuppel. Außerhalb der Pfeiler liegen links und rechts schmalere Seitenschiffe. Nach der üblichen Benennung im Kirchenbau wird hier die Eingangsseite als Westen, die Apsisseite als Osten bezeichnet. Grundriss auf der zweiten Seite des älteren Faltblatts

Grundriss der Hagia Sophia im Prospekt von 2019: Eingang unten, Apsis oben.
Grundriss der Hagia Sophia im Prospekt von 2019: Eingang unten, Apsis oben. Bildnachweis: Zeichner nicht genannt. Quelle / vollständiges Bild. Eine Genehmigung zur Wiedergabe wurde nicht eingeholt.Gebäude und Abbildungen auf der offiziellen Seite ansehen ↗

Zunächst lohnt es sich, diese vier mächtigen Pfeiler im Plan zu erkennen. Die vielen schlanken Säulen der Innenansicht ziehen den Blick leicht auf sich. Entscheidend für die Unterstützung des zentralen Systems sind jedoch die viel stärkeren Pfeiler und die großen Bögen zwischen ihnen. Die kleineren Säulen ordnen die Öffnungen zu Seitenschiffen und Emporen; die Großpfeiler bestimmen die zentrale Spannweite. Beide erscheinen gemeinsam im selben Innenraumbild, wirken aber in sehr unterschiedlichen Maßstäben.

Zwischen den Pfeilern entsteht ein annähernd quadratischer Rahmen, der oben eine runde Kuppel aufnehmen muss. Betrachten wir im Foto noch einmal die vier Ecken unter der großen Kuppel: Die Bereiche mit den geflügelten Bildmotiven sind keine flachen Tafeln. Sie weiten sich von einem schmaleren unteren Ende allmählich nach oben zu konkaven Dreiecksflächen und münden mit ihrem oberen Rand in den Kreis am Kuppelfuß. Diese Wölbungen heißen Pendentifs oder Hängezwickel. Sie vermitteln kontinuierlich zwischen dem Quadrat unten und dem Kreis oben, sodass an den Ecken keine vier unvermittelten flachen Deckenstücke bleiben. Metropolitan Museum of Art: Erläuterung der Pendentifs

Wichtig ist aber nicht nur dieser Übergang vom Quadrat zum Kreis. Die vier großen Bögen begrenzen den Zentralraum auf derselben Höhe; was darunter liegt, teilt sich jedoch in zwei Gruppen. Im Norden und Süden stehen Fensterwände innerhalb der Bögen, unter denen sich Säulenstellungen öffnen. Im Osten und Westen folgen hinter den Bögen halbkuppelgedeckte Räume. Seitwärts trifft der Blick auf aufeinanderfolgende senkrechte Begrenzungen. Entlang der Längsachse kann er durch den großen Bogen hindurch einer weiteren abfallenden Dachwölbung folgen.

So können die zentrale Kuppel und die lange Halle zugleich bestehen. Das Zentrum hat einen klar umrissenen Bereich, zugleich verbinden es ausreichend breite Öffnungen mit vorne und hinten. Die Mitte wird nicht aufgehoben, und die Längsrichtung muss sie nicht umgehen.

Halbkuppeln machen Höhe zu einer Abfolge

Eine „Halbkuppel“ klingt leicht wie ein kleines Zubehör neben der großen Kuppel. In der Innenansicht nimmt sie tatsächlich einen erheblichen Teil des Blickfelds ein.

Folgen wir zunächst dem Umriss des großen Bogens auf der entfernten Seite. Sein Scheitel liegt nahe am unteren Rand der Hauptkuppel, seine Füße reichen zu den mächtigen Pfeilern beiderseits hinab. Die gesamte von ihm gefasste Öffnung führt nach hinten weiter. Dahinter entfaltet sich die Wölbung der Halbkuppel von oben und breitet sich nach unten und zu den Seiten aus. Die strahlenförmigen Schmuckbänder im Foto machen diese Bewegung leichter nachvollziehbar: Sie fächern von oben auf und lenken die Aufmerksamkeit nach und nach zu den tieferliegenden Fenstern und Bogenöffnungen.

Unter der Halbkuppel steht ebenfalls keine gerade Abschlusswand. Seitliche gekrümmte Nischen weichen weiter nach außen zurück und werden von kleineren Wölbungen gedeckt; in der Mitte führt der Raum zur Apsis weiter. Die große Wölbung dehnt den Raum über das gesamte Ende aus, die kleineren gliedern seine Ränder in mehrere Bereiche mit eigener Tiefe. „Länge“ entsteht hier nicht nur durch einen Weg über den Boden, sondern auch durch die fortlaufenden Änderungen von Höhe und Breite der oberen Raumabschlüsse.

Liest man die Halle in Ost-West-Richtung, ergibt sich ein deutliches Auf und Ab: Die niedrigeren Überdeckungen im Westen steigen zur Mitte an, die Zentralkuppel erreicht den höchsten Punkt, und über die östliche Halbkuppel fällt der Raum zur Apsis hin wieder ab. Die Längsachse besitzt somit einen Höhepunkt; sie behält nicht vom Eingang bis zum Ende dasselbe Dach. Der durchgehende Boden verbindet die Bereiche, die wechselnde Überdeckung gliedert ihre Folge. Das mittlere Joch ist besonders weit, bleibt aber Teil einer Abfolge, die sich in beide Richtungen weiterlesen lässt.

Auch die beiden Enden haben unterschiedliche Aufgaben. Im Westen liegen die Verbindungen zu Eingang und Vorräumen, im Osten schließt die Apsis den Bau ab. Ihre Nahaufnahme im Faltblatt zeigt die Muttergottes mit dem Christuskind in der Mitte einer goldenen Wölbung; darunter folgt eine Fensterreihe dem Bogen. Das Bild konzentriert sich oben am Ende und setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die weite Überdeckung der Zentralkuppel: Die eine versammelt die ganze Halle in der Höhe, das andere führt die Längsachse zu einem bildlich bestimmten Abschluss. Dieses figürliche Mosaik gehört einer späteren Ausstattungsphase an. Es darf nicht mit dem Hauptbau des sechsten Jahrhunderts als ein in einem Zug vollendetes Ganzes behandelt werden. Apsisaufnahme auf der zweiten Seite des Faltblatts

Apsismosaik der Madonna mit Kind über gebogenen Fensterreihen; Museumsansicht im Prospekt von 2019.
Apsismosaik der Madonna mit Kind über gebogenen Fensterreihen; Museumsansicht im Prospekt von 2019. Bildnachweis: In der angeführten Quelle ist kein Fotograf genannt. Quelle / vollständiges Bild. Eine Genehmigung zur Wiedergabe wurde nicht eingeholt.Gebäude und Abbildungen auf der offiziellen Seite ansehen ↗

Die Bezeichnung der Hagia Sophia als Verbindung von Zentralraum und längsgerichteter Basilika kann also einen sehr konkreten Inhalt erhalten. Die Verbindung entsteht dort, wo derselbe große Bogen die Mitte begrenzt und sich zugleich in die Ferne öffnet; ebenso dort, wo die Halbkuppel die Höhe der Mitte an den Endbereich weitergibt. Es handelt sich nicht einfach um zwei übereinandergelegte Grundrisstypen.

Die Seitenschiffe geben der Mitte einen Rand mit Tiefe

Wer nur die zentrale Kuppel und die beiden Halbkuppeln zeichnet, lässt noch immer einen großen Teil der Architektur im Foto aus: die zweigeschossigen Säulenstellungen links und rechts.

Unten sind die Bogenöffnungen zwischen den Säulen größer, darüber liegt eine dichtere Folge von Öffnungen. Ein durchgehendes horizontales Gesims trennt die Geschosse und verhindert, dass die Säulen zu einer schwer unterscheidbaren Reihe senkrechter Linien verschmelzen. Die große Fensterwand darüber führt einen dritten Maßstab ein. Kleine Bögen, große Bögen und Fensterwand liegen übereinander und unterteilen die Höhe der zentralen Halle in vergleichbare Ebenen.

Diese Säulenstellungen geben der „Grenze“ zudem räumliche Stärke. Durch die unteren Bogenöffnungen auf der rechten Bildseite sind noch die eigenen Gewölbe und Verzierungen des Seitenschiffs zu sehen; auch hinter den oberen Säulen liegen zurückgesetzte Räume. Der Rand der Mitte besteht somit aus nahen Säulen, den Zwischenräumen und weiter hinten liegenden Flächen. Er fasst die Halle ein und macht zugleich deutlich, dass neben ihr weitere Räume liegen.

Diese Anordnung wirkt ganz anders als die Halbkuppeln an den Enden. Dort wird der große Maßstab der Mitte fortgeführt, während die Seitenschiffe ihn in eine Folge kleinerer Abstände auflösen. Entlang der Längsachse kann das Auge dem Auf und Ab der Überdeckungen folgen. Zu den Seiten gewandt, beginnt es, wiederkehrende Säulen, Brüstungen, Kapitelle und Bögen zu unterscheiden. Die Halle verlangt nicht, dass sich alle Richtungen demselben Rhythmus unterordnen.

Innerhalb dieses fein gegliederten Rands erhalten die mächtigen Pfeiler besonderes Gewicht. Ihre breiteren Wandflächen unterbrechen die Säulenreihen und nehmen oben die großen Bögen auf. Die Ausstattung verhindert zugleich, dass diese Unterbrechung unvermittelt wirkt: Steinverkleidungen und horizontale Profile laufen über die Pfeiler und verbinden die benachbarten Abschnitte. Das Tragwerk lässt sich finden, liegt aber nicht wie ein eigenständiges Skelett vollständig offen. Beim Betrachten müssen sowohl die schweren Knotenpunkte als auch die kleinen Öffnungen erkannt werden, die sich um sie herum fortsetzen.

Weiter oben verändert der Fensterring am Kuppelfuß diese Beziehung erneut. Die hellen Fenster teilen den unteren Kuppelrand in viele kleine Abschnitte, die Rippen laufen nach oben zusammen. Unten stehen schwere Pfeiler und große Bögen, doch die Wölbung darüber erscheint zusammenhängend und leicht. Wenn der Autor Prokop im sechsten Jahrhundert die Kuppel so beschrieb, als hinge sie vom Himmel herab, hatte dieser Eindruck erkennbare visuelle Gründe. Für die heutige Betrachtung ist interessanter: Die Stützen verschwinden nicht, aber die Architektur lässt Tragen und Überdecken unterschiedlich schwer erscheinen. Prokops Text preist die Bauten der Zeit Justinians; auch die von ihm gesehene Kuppel lag vor den späteren Wiederaufbauten. Die Wirkung im Foto und diese historische Beschreibung lassen sich aufeinander beziehen, gehören jedoch jeweils ihrer eigenen Zeit an. Prokops Beschreibung, zitiert vom Metropolitan Museum of Art

Durchgehende Wölbungen, eine lange Baugeschichte

Die Übergänge im Inneren sind so fließend, dass man leicht alle Teile für einen einzigen, auf Anhieb gelungenen Entwurf hält. Die Geschichte der Kuppel ist weit komplizierter.

An der 537 vollendeten ersten Kuppel kam es 558 zu einem Einsturz; 562 wurde ein höherer Wiederaufbau abgeschlossen. Auch danach veränderten Erdbeben, Reparaturen und Verstärkungen den Bau. Die heutige Kuppel führt das frühe System fort und enthält zugleich die Ergebnisse späterer Wiederaufbauten und Pflege. Sie als „Kuppel des sechsten Jahrhunderts“ zu bezeichnen, benennt ihre baugeschichtliche Herkunft. Daraus folgt nicht, dass das gesamte erhaltene Mauerwerk und alle Oberflächen von 537 stammen. Metropolitan Museum of Art: Datierung der Wiederaufbauten

Das Äußere zeigt eine Seite, die innen weniger deutlich hervortritt. Auf dem linken Foto der zweiten Faltblattseite liegt unter der großen Kuppel ein breiter Bogen; die darin zurückgesetzte Fensterwand wird von mächtigen seitlichen Mauermassen eingefasst. Die Fenstergrenze, die innen leicht wirkt, erhält hier ein hohes, festes Äußeres. Eine von UNESCO verzeichnete Nahaufnahme von 2006 zeigt außerdem deutlich die übereinandergreifenden Dachränder und die Fenster am Kuppelfuß. Innen können sich die Wölbungen zu einer zusammenhängenden Fläche verbinden. Außen bleiben zahlreiche Fugen, Wendungen und unterschiedlich hohe Dächer, um die man sich kümmern muss. Äußere Nahaufnahme bei UNESCO

Auch die osmanische Zeit hat die uns vertraute Hagia Sophia geprägt. Verstärkungen, Anbauten und Moscheeausstattung sind keine Schicht, die sich leicht aus ihrer Geschichte herauslösen ließe. Das Faltblatt vermerkt die von den Brüdern Fossati geleitete Restaurierung von 1847 bis 1849. Auch die auffällige arabische Kalligrafie in der zentralen Kuppel steht mit den Arbeiten dieser Zeit in Verbindung. Das im Foto aus Gold, dunklen Tönen, Stein und Schrift zusammengesetzte Innere hat Entscheidungen mehrerer Epochen durchlaufen.

Diese Veränderungen liegen nicht nur in ferner Vergangenheit. Während einer Mission 2024 nahmen UNESCO und ICOMOS zwei Fotos aus unterschiedlichen Positionen vor der Apsis auf: eines vom Erdgeschoss, eines von der Empore. Im ersten liegt grüner Teppich auf dem Boden des Gebetsraums, vor dem Apsisbild hängen Vorhänge. Im zweiten erscheinen vorn eine Emporenbrüstung und ein wesentlich niedrigeres Gewölbe. Die beiden Bilder machen etwas sichtbar, das im älteren Faltblatt leicht übersehen wird: Der Bau bietet Betrachtungsorte auf unterschiedlichen Höhen, und Nutzung sowie Verwaltung beeinflussen, welche Teile sichtbar sind. Missionsbericht, Seite 36, Fotos 17 und 18

Blick vom Erdgeschoss zur Apsis mit grünem Teppich und aufgehängten Vorhängen; Missionsfoto 17 von 2024.
Blick vom Erdgeschoss zur Apsis mit grünem Teppich und aufgehängten Vorhängen; Missionsfoto 17 von 2024. Bildnachweis: In der angeführten Quelle ist kein Fotograf genannt. Quelle / vollständiges Bild. Eine Genehmigung zur Wiedergabe wurde nicht eingeholt.Gebäude und Abbildungen auf der offiziellen Seite ansehen ↗
Blick von der Galerie zur Apsis, mit Brüstung und niedrigem Gewölbe im Vordergrund; Missionsfoto 18 von 2024.
Blick von der Galerie zur Apsis, mit Brüstung und niedrigem Gewölbe im Vordergrund; Missionsfoto 18 von 2024. Bildnachweis: In der angeführten Quelle ist kein Fotograf genannt. Quelle / vollständiges Bild. Eine Genehmigung zur Wiedergabe wurde nicht eingeholt.Gebäude und Abbildungen auf der offiziellen Seite ansehen ↗

Das Zentrum der Hagia Sophia lässt sich somit als Übergangsstelle verstehen. Vier mächtige Pfeiler und große Bögen legen es fest; östliche und westliche Halbkuppeln setzen es zu beiden Enden fort; nördliche und südliche Säulenstellungen verbinden es mit kleineren, niedrigeren Räumen. Die Wirkung der zentralen Kuppel entsteht aus diesen unterschiedlichen Anschlüssen. Ein großer Bogen in der Mitte ist zugleich das Ende eines Jochs und der Anfang der nächsten Überdeckung.


Bilder und Quellen

Dieser Text beruht auf der genauen Betrachtung eines offiziellen Museumsfaltblatts, von Fotos und von Schutzberichten. Er ist kein Besuchsbericht. Die PDF-Datei des Faltblatts wurde im September 2019 erstellt; Aufnahmezeiten der einzelnen Fotos sind nicht angegeben. Fotos und Grundriss dienen dazu, architektonische Beziehungen zu erkennen, und bilden nicht die Einrichtung vor Ort im Jahr 2026 ab. Auch die zitierten Missionsfotos von 2024 werden entsprechend dem Zeitpunkt dieser Mission verwendet. Perspektive und Ausschnitt verändern das Erscheinen von Formen; aus den Fotos werden keine Maße berechnet.

Quellen (auf Englisch)

English

The main building was constructed in 532–537; after collapse in 558 the dome was rebuilt higher in 562. A 2019 museum brochure records a historical display state; mosque use resumed in 2020.

The linked institutional records provide historical and material context. Interpretive comparisons belong to the essay and are not claims about an architect’s unrecorded intentions.

1. muze.gov.tr

2. www.metmuseum.org

3. www.ktb.gov.tr

4. whc.unesco.org

5. muze.gov.tr

6. www.metmuseum.org

7. www.metmuseum.org

8. whc.unesco.org

9. whc.unesco.org

10. muze.gov.tr

11. whc.unesco.org

12. whc.unesco.org

Bildnachweise und Nutzung (auf Englisch)

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