Ziyou sagt, Zizhang könne Schwieriges leisten, sei aber noch nicht ren. Zengzi nennt ihn eindrucksvoll und doch schwer zugänglich. Die Urteile benennen Grenzen, ohne die außergewöhnliche Kraft ihres Gefährten zu leugnen.
Wird „nicht ren“ zum Endurteil über die ganze Person, schließt sich der Satz. Das „noch“ markiert dagegen einen Ort, ohne Bewegung auszuschließen: Die Fähigkeit zu großer Leistung ist noch nicht zur Fähigkeit geworden, mit anderen einen gemeinsamen Raum zu bewohnen.
Einen Freund zu loben heißt nicht, ihn für vollendet zu erklären; eine Schwäche zu nennen heißt nicht, ihn darauf zu reduzieren. Die Schüler irrten gewiss auch. Doch sie lernten, Gründe zu geben und Veränderung im Urteil sichtbar zu lassen.
Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der chinesischen und englischen Edition. Die ausführliche Argumentation steht in der Forschungsedition am Ende der Reihe.