Zengzi fasst Konfuzius’ Weg als Treue und Gegenseitigkeit zusammen und prüft sich täglich in drei Punkten. Seine Sätze sind ernst, einprägsam und schultauglich. Gerade deshalb zeigen sie, wie Rede aus einer Situation zum transportablen Gegenstand wird.
Zusammenfassen ist kein Verrat. Wer Gelerntes weitergeben will, muss benennen und ordnen. Doch sobald die Zusammenfassung „nichts weiter“ sagt, hilft sie der nächsten Frage nicht mehr; sie ersetzt sie.
Statt Zengzi anzuklagen, sollten wir den eigenen Anteil sehen. Auch diese Reihe teilt fünfzig Texte und ordnet sie in vier Bewegungen. Ein gutes Inhaltsverzeichnis führt zum Text zurück; ein schlechtes lässt uns glauben, wir hätten ihn bereits gelesen. Die Grenze bleibt beweglich.
Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der chinesischen und englischen Edition. Die ausführliche Argumentation steht in der Forschungsedition am Ende der Reihe.