Nach Yan Huis Tod trauert Konfuzius tief. Dennoch weigert er sich, seine Kutsche für einen äußeren Sarg zu verkaufen; selbst dem eigenen Sohn habe er keinen solchen Aufwand gewährt. Die Schüler richten trotzdem eine prächtige Bestattung aus.

Konfuzius klagt, Hui habe ihn wie einen Vater behandelt, während er ihn nun nicht wie einen Sohn behandeln konnte. Die Aufzeichnenden löschen weder den Ungehorsam der Schüler noch die Bitterkeit des Meisters. Liebe zum Gefährten und die Maßhaltung des Lehrers stehen gegeneinander.

Lebende Überlieferung folgt nicht vollständig dem Willen ihres Urhebers. Die Schüler besitzen eigene Trauer und eigenes Urteil. Die Szene kann ein Scheitern der Weitergabe zeigen; sie beweist zugleich, dass Schüler keine bloßen Verlängerungen ihres Lehrers waren.

Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der chinesischen und englischen Edition. Die ausführliche Argumentation steht in der Forschungsedition am Ende der Reihe.