Fernsehserie · 9 Essays · 01 / 09
Ein Tod vor jedem Anfang
Jeder Fremde erhält neunzig Sekunden Leben, bevor Name und zwei Daten ihn verdichten. Der Tod unterbricht, statt zusammenzufassen.
Die Szene
Küche, Arbeit, Straße: Alltag läuft und stoppt plötzlich. Bis dahin sahen wir keine endende Geschichte, sondern einen gewöhnlichen heutigen Tag.
Was das Leben in die Hand legt
Die Bestattung ordnet das Leben anschließend in Bilder, Worte und Rituale. Der Zufall des Anfangs bewahrt jedoch unvollendete Richtungen, die keine Zusammenfassung einholt.
Was der Tod offenlässt
Tod zu denken heißt nicht, Leben zur Schlussfolgerung zu drängen. Es fragt, was heute in unsere Hände kommt, gerade weil dieser Tag noch unterwegs ist.
Diese deutsche Ausgabe wurde für deutschsprachige Leser eigenständig neu geschrieben.