Wir erwarten, dass Selbsterkenntnis zu ständiger Analyse führt. Oft kann das Gegenteil geschehen.

Sind schwierige Bedingungen und Grenzen bekannt, muss bei jedem Vorfall nicht die ganze Person bewertet werden. Vorbereitung und Nein werden leichter.

Tiefe zeigt sich weniger in der Zahl der Erklärungen als in der Bewegung, die sie erlauben. Hält eine Theorie nur länger vor dem Spiegel, sollte sie geprüft werden.

Wir lernen uns kennen, um aufblicken zu können. Dann erhalten andere, Aufgaben und Zufälle wieder Aufmerksamkeit.

Verlässliches Selbstwissen verkürzt kleine Entscheidungen: welchen Auftrag ablehnen, wann ruhen, wen anrufen. Die gesparte Aufmerksamkeit kann dann unerwartete Seiten anderer und neue Tatsachen sehen, statt immer dasselbe Porträt zu bestätigen.