Ein grausames Bild oder ein unerwünschter Satz kann unverlangt erscheinen. Dann fürchten wir, er verrate eine verborgene Wahrheit über uns.
Der Geist produziert jedoch auch Assoziationen, Warnungen, Erinnerungen und Lärm. Ein eingetroffener Gedanke ist noch keine unterschriebene Überzeugung.
Die Unterscheidung hebt Verantwortung nicht auf. Einen Gedanken pflegen, rechtfertigen und in die Tat umsetzen bindet unser Urteil.
Statt sein Erscheinen zu verurteilen, frag: Stimme ich zu, und was tue ich damit? Wir sind nicht alles, was durch uns hindurchgeht, sondern auch unsere Antwort darauf.
Je öfter wir kontrollieren, ob ein unerwünschter Gedanke weg ist, desto öfter rufen wir ihn zur Prüfung zurück. Kurzes Anerkennen und Rückkehr zu einer gewählten Handlung kann den Kreis unterbrechen. Anhaltender Leidensdruck darf professionelle Unterstützung erhalten.