Das letzte Buch „Yao sprach“ reiht Worte alter Herrscher aneinander und zeichnet eine Überlieferung von Yao über Tang bis Zhou. Konfuzius selbst spricht wenig. Der Abschluss wirkt wie ein Nachweis, dass seine Lehre zur legitimen Linie der weisen Könige gehört.
Diese Einordnung kann ernst gemeint und wertvoll sein. Die Schüler mussten das Erbe in einer Geschichte verorten. Aber Verorten ist auch Bauen. Selbst wenn Konfuzius den Heiligentitel verweigert, kann die Buchform ihn neben den Thron der alten Weisen stellen.
Die redaktionelle Hand zu sehen heißt nicht, die Redaktoren zu verurteilen. Ein Archiv ist kein durchsichtiges Fenster, sondern Arbeit von Menschen, die lieben, schützen und deuten. Die Ordnung des Endes erzählt deshalb ebenso von ihren Wünschen wie von Konfuzius.
Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der chinesischen und englischen Edition. Die ausführliche Argumentation steht in der Forschungsedition am Ende der Reihe.