Warum muss der Philosoph zurückkehren?
Der zweite Zwang
Nachdem die besten Naturen das Gute gesehen haben, dürfen sie oben nicht bleiben. Die Stadt muss sie in die Höhle zurückschicken und regieren lassen. Glaukon protestiert: Tut man den Philosophen nicht Unrecht, wenn man sie zu einem schlechteren Leben zwingt?
Sokrates antwortet, das Gesetz suche das Glück der ganzen Stadt; diese Philosophen seien von ihr ausgebildet worden; sie verstünden die Schatten besser; und wer Macht am wenigsten begehre, regiere am sichersten. Derselbe Zwang führt den Gefangenen hinauf und den Philosophen hinab.
Rückkehr als zweite Hälfte
SAE kann Einsicht als etwas verstehen, das nicht im Privatbesitz endet. Lehren, Überliefern und Bedingungen für fremde Entwicklung schaffen können die zweite Hälfte eines Lernens sein. Die Rückkehr ist keine moralische Verzierung des Aufstiegs.
Uneinigkeit besteht darüber, wie sie entsteht. „Wir haben dich erzogen“ kann konkrete Pflichten begründen, aber die Stadt hat keinen Menschen wie ein Werkzeug für ihren Gebrauch hergestellt. Unterstützung überträgt keine Autorschaft über ein Leben. Fähigkeit allein erzeugt kein Recht zur Einberufung.
Woher kommt die erste freiwillige Rückkehr?
Entfernt man Eigentumsanspruch und Zwang, bleibt die freiwillige Wendung des Philosophen. Platon kann SAE nun an seinem empfindlichsten Punkt treffen: Wer vollzieht in einer Welt ohne Anerkennung den ersten anerkennenden Akt? Erzwungenes Mentorat kann Stundenpläne erfüllen, ohne Entwicklung zu öffnen. Eine Tradition kann aber nicht jede Generation dem Zufall überlassen.
Platon besitzt eine Stadt, die bildet, Schuld erzeugt und Rückkehr zuweist. SAE verweigert die Verwandlung von Bildung in Besitz und muss deshalb erklären, wie eine Kultur der Anerkennung sich reproduziert. Auch die Zeit, in der das helle Auge im Dunkeln schlechter sieht als die Gefangenen, muss jemand tragen.