Die Kürze des Lebens ruft nach dem Wesentlichen, ordnet aber Familie, Arbeit, Abenteuer und Ruhe nicht für uns.
Endlichkeit gibt Entscheidungen Gewicht: Wer eine Möglichkeit wählt, verliert andere und kann nicht alles für immer vertagen.
Das Werturteil bleibt dennoch offen. Schnell zu entscheiden oder möglichst viel zu erleben wird durch den Tod nicht automatisch richtig.
An das Ende zu denken kann geliehene Prioritäten erschüttern. Die Antwort muss trotzdem in unseren Beziehungen und Verantwortungen entstehen.
Die Zeitgrenze ist Bedingung, kein Befehl. Sie wählt nicht für uns, sondern nimmt uns die Möglichkeit, der Wahl endlos auszuweichen.