Nach einem Fehler klingen „Was ist passiert?“ und „Was stimmt mit mir nicht?“ beinahe gleich. Die erste Frage sucht noch etwas. Die zweite hat häufig schon entschieden.
Beobachtung trennt Situation, Müdigkeit, Handlung und Folge. Das innere Gericht erklärt alles durch einen Charakterzug und erklärt Gegenbeispiele zu Ausreden.
Strenge ist nicht das Problem. Eine harte Frage bleibt hilfreich, wenn ihre Antwort Reparatur, Lernen oder eine andere Entscheidung möglich macht.
Schreib zuerst nur auf, was geschehen ist, ohne ein Adjektiv über dich. Ergänze dann eine Bedingung, die du verändern kannst. So wird aus dem Gericht wieder eine Werkstatt.
Wer zu spät kam, muss nicht bei „Ich bin unzuverlässig“ enden. Schätzung, Vorbereitung und ausgebliebene Nachricht lassen sich einzeln prüfen. Einen konkreten Ablauf zu ändern übernimmt gegenüber Betroffenen oft mehr Verantwortung, als den ganzen Charakter zu bestrafen.