„Wer gut lernt, wird Beamter“ gilt als konfuzianische Karriereformel. Doch Zixia, nicht Konfuzius, sagt zwei symmetrische Sätze: Wer im Amt freie Kraft hat, soll lernen; wer nach dem Lernen freie Kraft hat, soll ein Amt übernehmen.
Das betreffende Wort meint verfügbare Kraft, nicht Bestnoten. Arbeit darf Lernen nicht beenden, Lernen darf nicht vor der Wirkung fliehen. Entfernt man die erste Hälfte, wird eine wechselseitige Bewegung zur einspurigen Rolltreppe von der Schule in die Macht.
Der ausgelassene Satz schickt Regierende zurück zum Lernen; der bewahrte verspricht Studierenden Aufstieg. Man braucht nichts zu fälschen — Auswahl genügt. Passt ein berühmtes Zitat zu vollkommen zu einer Institution, lohnt die Suche nach seinem abgeschnittenen Nachbarn.
Eigenständige deutsche Neufassung auf Grundlage der chinesischen und englischen Edition. Die ausführliche Argumentation steht in der Forschungsedition am Ende der Reihe.